Landkreis Schweinfurt trauert um Altlandrat Harald Leitherer
Der frühere Landrat des Landkreises Schweinfurt (Bayern) ist tot. Harald Leitherer verstarb am Mittwoch, den 5. August 2026, im Alter von 73 Jahren.
Leitherer leitete den Landkreis von 1995 bis 2013. In dieser Zeit setzte er viele Projekte um, die man heute noch im Alltag merkt. Er trieb den Ausbau der Kreisstraßen voran und ließ ein Radwanderwegenetz mit über 1000 Kilometern bauen. Auch beim Umweltschutz war er ein Vorreiter: Unter seiner Führung führte der Landkreis als erste Kommune in Bayern die Biotonne flächendeckend ein. Zudem wurde auf seinen Wunsch die erste Photovoltaikanlage auf einem freien Feld im Landkreis installiert.
Neben der Infrastruktur lag ihm die Bildung und die Wirtschaft der Region am Herzen. Er wollte, dass die Menschen in ihren Gemeinden eine hohe Lebensqualität haben. Für seinen Einsatz in der Politik wurde er im Januar 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Zudem erhielt er die Ehrenurkunde des Landkreises und durfte sich „Altlandrat“ nennen.
Geboren wurde Harald Leitherer am 18. April 1953 in Schweinfurt. Er besuchte das Celtis-Gymnasium und wurde später Jurist. Bevor er Landrat wurde, arbeitete er als Rechtsanwalt. Ab 1978 war er als Gemeinderat in Schwebheim und als Kreisrat im Landkreis aktiv. Am 1. Februar 1995 übernahm er schließlich das Amt des Landrats von Karl Beck.
Landrat Florian Töpper zeigte sich bestürzt über den Verlust. Er bezeichnete Leitherer als prägende Persönlichkeit, die den Landkreis immer in den Mittelpunkt stellte. Als Zeichen der Trauer hängen die Flaggen am Landratsamt derzeit auf Halbmast.
Wer Abschied nehmen möchte, muss wissen: Es wird keine öffentliche Trauerfeier und kein öffentlicher Trauerakt geben. Das war der ausdrückliche Wunsch von Harald Leitherer und seinen Angehörigen.