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Landkreis Ravensburg bietet Unterstützung für junge Familien

Schwangere und Eltern mit kleinen Kindern erhalten im Landkreis Ravensburg kostenlose Hilfe bei Überforderung, Schlafproblemen oder Alltagsfragen.

Die erste Zeit als Familie kann harmonisch sein, aber oft ist sie auch eine große Herausforderung. Deshalb bietet der Landkreis Ravensburg (Baden-Württemberg) das Programm „Frühe Hilfen“ an. Das Angebot richtet sich an alle Schwangeren sowie an Familien mit Kindern bis zu drei Jahren. Die Unterstützung ist freiwillig, vertraulich und kostet nichts.

Das Programm hilft Eltern, die sich unsicher fühlen, alleine erziehen oder deren Babys viel weinen und schlecht schlafen. Auch wenn es den Eltern selbst nicht gut geht, gibt es Beratung und Informationen zu verschiedenen Familienangeboten.

Ein konkretes Angebot ist der Elternkurs „Auf den Anfang kommt es an“. Er ist vor allem für werdende Eltern gedacht, die ihr erstes Kind erwarten. Der Kurs findet online statt und wird von der Hebamme Karin Prinz-Musch sowie der Heilpädagogin Natalie Bodenmüller geleitet. Die Termine liegen zwischen dem 1. Oktober und dem 29. Oktober 2026. Die Teilnehmer treffen sich fünfmal donnerstags jeweils von 14 Uhr bis 16 Uhr. Interessierte können sich über einen Anmeldungslink registrieren.

Zusätzlich gibt es in vielen Städten und Gemeinden des Landkreises sogenannte Familienbesuche. Dabei werden Eltern-Start-Pakete überbracht, die Infos zur Entwicklung des Kindes, zu Krippen, zur Betreuung und zu Freizeitangeboten enthalten. Persönliche Besuche gibt es in Amtzell, Aulendorf, Bad Waldsee, Bad Wurzach, Baienfurt, Bergatreute, Bodnegg, Grünkraut, Isny im Allgäu, Leutkirch, Weingarten und Wilhelmsdorf.

Wer Probleme mit der Bindung zum Kind hat oder sich hilflos fühlt, kann eine entwicklungspsychologische Beratung in Anspruch nehmen. Neben der gesetzlichen Unterstützung durch Hebammen vermittelt der Landkreis bei Bedarf Fachkräfte. Diese begleiten die Familien bis zum dritten Geburtstag des Kindes. Sie helfen etwa bei der Ernährung, der Pflege oder auch beim Gang zu Ämtern und bei der Beantragung von Geldern.

Für Familien ohne Unterstützung im privaten Umfeld gibt es zudem das Projekt „Wellcome“. Ehrenamtliche kommen ein- bis zweimal pro Woche für ein paar Stunden nach Hause, um den Säugling zu betreuen oder die Geschwisterkinder zu beschäftigen. Für die Vermittlung fällt eine einmalige Gebühr von maximal 10 Euro an, die Betreuung kostet bis zu 5 Euro pro Stunde. Wer sich das Geld nicht leisten kann, soll sich direkt an die Koordinierungsstellen wenden. Die Standorte befinden sich in Schussental und im Allgäu.

Aktuell sucht der Landkreis zudem Honorarkräfte, die Familien bei der Frühen Hilfen begleiten möchten.

Quelle: Landkreis Ravensburg – zur Originalmeldung

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