Landkreis Lüneburg fordert Geld für A39-Ausbau
In der Region rund um den Landkreis Lüneburg (Niedersachsen) gibt es einen Plan für die Autobahn 39, doch es fehlt an Geld. Jetzt haben sich elf Landkreise und drei kreisfreie Städte aus Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt zusammengetan. Sie haben gemeinsam einen Brief an die Bundesminister Steffen Bilger und Lars Klingbeil geschrieben.
Die Kommunen fordern, dass der Bund schnellstmöglich die Mittel für den siebten Bauabschnitt bereitstellt. Dieser Teil der Autobahn soll die Strecke zwischen Lüneburg und Wolfsburg schließen. Das Recht zum Bau ist bereits da. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 8. Juli die letzte Klage gegen diesen Abschnitt abgewiesen. Damit ist der Weg frei, die Bagger rollen zu lassen.
Damit es wirklich losgeht, muss die Autobahn GmbH jedoch die Baufreigabe erhalten und das Geld vom Bund bekommen. Erst dann können die Bauleistungen ausgeschrieben und vergeben werden. Für die Region ist dieser Lückenschluss extrem wichtig. Er soll nicht nur der Wirtschaft in Ostniedersachsen helfen, sondern auch die Anbindung an den Hamburger Hafen verbessern und strukturschwache Gebiete voranbringen.
Landrat Jens Böther aus Lüneburg betont, dass dies ein wichtiger Meilenstein für die Lebensqualität und die Wirtschaft im Landkreis sei. Er fordert, dass der Bund nun sein Wort hält und die Finanzierung sichert.
Die Initiative wurde ursprünglich vom Uelzener Landrat Dr. Heiko Blume ins Leben gerufen. Mit dabei sind neben Lüneburg und Uelzen auch die Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie weitere Landkreise wie Celle, Gifhorn, Harburg und Helmstedt. Insgesamt vertreten die Unterzeichner die Interessen von etwa 2,2 Millionen Menschen.
Ob und wann der Bund die geforderten Haushaltsmittel tatsächlich bereitstellt, bleibt abzuwarten.