Landkreis Landshut ändert Untersuchung vor der Einschulung
Für Eltern im Landkreis Landshut (Niederbayern) und in der Stadt Landshut ändert sich ab dem 1. September 2026 der Ablauf vor der Einschulung. Das Gesundheitsamt führt die sogenannte reformierte Schuleingangsuntersuchung ein. Das neue Verfahren wird schrittweise umgesetzt.
Der wichtigste Unterschied ist der Zeitpunkt: Die Untersuchung wird um ein Jahr vorverlegt. Bisher passierte dies im letzten Jahr vor der Schule. Künftig sind die Kinder bei dem Termin erst zwischen vier und fünf Jahre alt. Damit haben die Fachleute mehr Zeit, Entwicklungsrückstände zu finden und zu beheben. Besonders bei Problemen mit dem Sehen oder Hören ist eine frühe Entdeckung wichtig. Auch beim Lesen, Schreiben und Rechnen können die Kinder so früher gefördert werden.
Es geht dabei nicht darum, dass die Kinder eine Art Prüfung bestehen müssen. Die Beamten wollen nicht mehr prüfen, ob ein Kind schulfähig ist, sondern schauen, welche Hilfen nötig sind, damit der Wechsel vom Kindergarten in die Schule gut klappt.
Zuerst betrifft die Änderung die Kinder, die zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 30. September 2021 geboren wurden. Diese werden ab September 2026 eingeladen. Im Jahr 2027 folgt dann die Gruppe der Kinder, die zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 30. September 2022 auf die Welt kamen. Die Einladungen kommen wie gewohnt gestaffelt nach dem Alter.
Am eigentlichen Einschulungsalter oder dem Zeitpunkt der Einschulung ändert sich durch die Reform nichts. Die gesamte Umstellung wird mehrere Jahre dauern.