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Landkreis Kelheim setzt auf Bio-Landbau für sauberes Trinkwasser

Copyright und Urheber siehe Landkreis Kelheim

Ein neues Projekt im Oberpfälzer Jura soll das Grundwasser schützen. Dafür fließen knapp 180.000 Euro in die Förderung von Bio-Produkten aus der Region.

Am 22. Juli gab es im Trinkwasserschutzgebiet Beratzhausen (Landkreis Kelheim, Bayern) den offiziellen Startschuss für ein besonderes Umweltprojekt. Vor rund 40 geladenen Gästen übergab Kurt Hillinger vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz die Förderbescheide. Franz Herrler, der Erste Vorsitzende des Trinkwasserschutzes Oberpfälzer Jura, nahm die Zusage über knapp 90.000 Euro entgegen.

Insgesamt stehen für das Vorhaben in der Region Oberpfälzer Jura fast 180.000 Euro zur Verfügung. Das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung, Forsten und Tourismus übernimmt dabei bis zu 50 Prozent der Kosten, den Rest tragen die Projektträger selbst. Der Förderzeitraum ist vom 1. Januar 2026 bis zum 20. September 2027 festgelegt.

Im Kern geht es darum, dass Bio-Landwirtschaft besser zum Wasserschutz beiträgt. Da Bio-Bauern auf chemische Unkrautvernichter verzichten, bleibt das Grundwasser sauberer. Zudem können Bio-Böden Regenwasser besser aufsaugen und speichern. Das hilft nicht nur beim Auffüllen der Grundwasservorräte, sondern schützt auch vor Hochwasser. Damit profitieren am Ende über 400.000 Wasserkunden in der Region.

Damit die Landwirte aber auch Geld verdienen, will das Projekt neue Wege finden, wie Bio-Getreide und andere Druschfrüchte aus der Gegend besser verkauft werden können. Es sollen regionale Ketten aufgebaut werden, damit die Bio-Produkte direkt in der Heimat ankommen.

Parallel dazu werden Landwirte befragt, die überlegen, ihre Betriebe auf Bio umzustellen. Die Verantwortlichen wollen wissen, wo es hakt, welche Ängste die Bauern haben und welche Hilfe sie genau brauchen. So können die Maßnahmen besser an die echte Praxis auf dem Feld angepasst werden.

Mit dem Projekt arbeiten der Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura und die Öko-Modellregionen aus Kelheim, Neumarkt sowie Regensburg und Amberg-Sulzbach eng zusammen. Ziel ist ein besserer Dialog zwischen den Bauern, den Wasserwerken und den Menschen, die die Lebensmittel kaufen.

Quelle: Landkreis Kelheim – zur Originalmeldung

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