Landkreis Kelheim hilft Familien mit Demenz-Patienten
Wenn ein Familienmitglied die Diagnose Demenz bekommt, stehen viele Betroffene erst einmal vor einem Scherbenhaufen. Es kommen sofort Fragen auf: Wer hilft bei der Pflege? Wer kümmert sich um die rechtlichen Dinge? Und vor allem: Wo gibt es im Landkreis Kelheim (Bayern) eigentlich Unterstützung?
Genau hier setzt die neue Broschüre „Demenz – was nun?“ an. Landrat Christian Nerb und Franziska Häffner von der Gesundheitsregionplus haben den aktualisierten Wegweiser vorgestellt. Das Heft soll vor allem in der ersten Zeit nach der Diagnose als Orientierungshilfe dienen, damit Familien nicht das Gefühl haben, mit ihren Problemen allein zu sein.
In dem Heft sind verschiedene Beratungs- und Informationsstellen aufgelistet. Dabei geht es nicht nur um regionale Angebote vor Ort, sondern auch um überregionale Hilfe. Die Broschüre gibt konkrete Tipps zu Themen wie der gesetzlichen Betreuung, Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen. Auch Informationen zur „Hilfe zur Pflege“ sind enthalten.
Franziska Häffner, die Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus leitet, betont, dass eine Demenzerkrankung den Alltag der gesamten Familie verändert. Ihr Rat ist, sich frühzeitig Hilfe zu suchen und nicht erst dann zu handeln, wenn die Belastung zu groß wird.
Wer die Broschüre lesen möchte, kann sie sich bei den Veranstaltungen der Bayerischen Demenzwoche abholen. Alternativ ist sie auf Wunsch direkt bei der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus Landkreis Kelheim erhältlich. Wer es digital bevorzugt, kann das Heft auf der Internetseite www.gesundheitsregionplus-kelheim.de herunterladen.