Zum Inhalt springen
newssofort.de

Landkreis Kassel verbietet Wasserentnahme aus Weser und Fulda

Ab Samstag darf im Landkreis Kassel kein Wasser mehr aus der Weser und der Fulda entnommen werden. Grund sind die extrem niedrigen Wasserstände.

Wer im Landkreis Kassel (Hessen) Wasser aus der Weser oder der Fulda pumpen oder ableiten will, muss ab Samstag, dem 29. August 2026, damit aufhören. Die Untere Wasserbehörde hat das Verbot ausgeweitet, weil die Flüsse zu wenig Wasser führen. Das Verbot gilt vorerst bis zum 31. Oktober 2026.

Die Regelung ist streng: Sie betrifft nicht nur Privatpersonen, sondern auch die Eigentümer der Gewässer und alle Anlieger, deren Grundstücke direkt an den Flüssen liegen. Nur wer sich mit einem Eimer oder einem Becher Wasser zur Erfrischung schöpft, darf das weiterhin tun.

Umweltdezernent Thomas Ackermann betont, dass die Situation kritisch sei. Zwar sei die Hitze zuletzt nicht mehr so extrem gewesen, aber die Pegel in der Fulda und der Weser seien immer noch sehr niedrig. Eine Besserung sei momentan nicht in Sicht. Dass das Verbot nun auch für diese großen Flüsse gilt, sei eine Premiere und zeige deutlich, wie sehr der Klimawandel die Region belastet.

Das Ziel ist es, die Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern zu schützen. Durch die lange Trockenheit ist der Zustand der Flüsse bereits kritisch. Wenn jetzt noch mehr Wasser entnommen wird, verschlechtert sich die Lage weiter.

Die Behörden werden kontrollieren, ob sich alle an das Verbot halten. Wer trotzdem Wasser entnimmt, muss mit hohen Strafen rechnen. Es können Bußgelder von bis zu 100.000 Euro verhängt werden. In Ausnahmefällen kann man bei der Wasserbehörde einen Antrag stellen. Wenn es zum Beispiel für das Allgemeinwohl wichtig ist oder die Situation eine extreme Härte darstellt, kann eine Genehmigung erteilt werden.

Quelle: Landkreis Kassel – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Landkreis Kassel

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Landkreis Kassel

Alle ansehen