Landkreis Holzminden warnt vor neuem Rindervirus
Ein neues Virus bedroht die Rinderbestände in Europa. Das sogenannte Shamonda-Virus kommt eigentlich aus Afrika und Asien. Seit diesem Sommer gibt es aber erste Fälle in Frankreich, der Schweiz und auch in Süddeutschland. In Niedersachsen wurde das Virus bisher zwar noch nicht nachgewiesen, doch die Gefahr ist da.
Das Virus wird durch Stechmücken übertragen. Vor allem Rinder sind betroffen, aber vermutlich können sich auch Schafe oder Ziegen anstecken. Das Virus ist eng verwandt mit dem Schmallenberg-Virus. Wenn Tiere erkranken, bekommen sie Fieber, fressen kaum noch, produzieren weniger Milch oder haben Durchfall.
Besonders schlimm ist die Krankheit für tragende Tiere. Die Infektion kann zu schweren Schäden bei den ungeborenen Kälbern führen. Oft überleben die Kälber nicht oder die Tiere bekommen Fehlgeburten.
Da es momentan keinen Impfstoff gibt, bleibt nur der Schutz vor den Mücken. Das Veterinäramt im Landkreis Holzminden (Südniedersachsen) rät deshalb allen Haltern, ihre Tiere regelmäßig mit Insektenabwehrmitteln zu behandeln. Das hilft gleichzeitig auch gegen die Blauzungenkrankheit.
Bisher gibt es keine offiziellen Verbote für den Transport von Tieren, selbst wenn das Virus nachgewiesen wurde. Wer jedoch bemerkt, dass seine Tiere die genannten Symptome zeigen oder die Neugeborenen auffällig aussehen, sollte sofort einen Tierarzt rufen.
Wer Fragen hat, kann sich direkt an das Veterinäramt des Landkreises Holzminden unter der Telefonnummer 0 55 31 – 707 347 wenden.