Landkreis Holzminden fragt Bürger zur Inklusion
Im Landkreis Holzminden (Niedersachsen) soll herausgefunden werden, wie es mit der Inklusion vor Ort steht. Das bedeutet: Können alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilnehmen, egal ob sie eine Behinderung haben, alt sind oder woher sie kommen? Die Koordinierungsstelle Jugend und Soziales startet deshalb eine große Bürgerbefragung.
Mitmachen können alle Einwohner des Landkreises. Man muss selbst nicht behindert oder beeinträchtigt sein, um seine Meinung zu sagen. Es geht darum, welche Hindernisse man selbst, Freunde oder Verwandte im Alltag erleben. Der Landkreis führt eine solche systematische Erhebung in dieser Form zum ersten Mal durch. Auch die Städte, Flecken und Samtgemeinden sind in die Bestandsaufnahme eingebunden.
In der Umfrage geht es vor allem um die Barrierefreiheit, die Mobilität und die Freizeitangebote. Auch der Kontakt mit den Verwaltungen wird hinterfragt. Die Teilnehmer können vorgegebene Antworten wählen oder in Freitextfeldern eigene Erfahrungen und gute Beispiele aufschreiben. Am Ende sollen alle Ergebnisse in einem Inklusionsbericht zusammengefasst werden. So will der Landkreis sehen, wo Hilfe nötig ist und welche Angebote bereits gut funktionieren.
Die Befragung ist anonym und dauert nur wenige Minuten. Wer Hilfe beim Ausfüllen braucht, kann Angehörige oder Freunde bitten. Wer niemanden hat, der helfen kann, kann sich an die Sozial- und Jugendhilfeplanung des Landkreises wenden. Diese ist per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter 0 55 31 707-358 oder -653 erreichbar.
Die Teilnahme ist bis zum 31. Oktober 2026 möglich. Die Umfrage ist online unter https://www.landkreis-holzminden.de/Befragung_Inklusion_Buerger erreichbar.