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Landkreis Heilbronn: Wassernotstand verschärft sich weiter

Die Gewässer im Landkreis trocknen aus. Für Landwirte und Gärtner gelten bereits strenge Verbote und Einschränkungen bei der Wassernutzung.

In den Bächen und Flüssen im Landkreis Heilbronn (Baden-Württemberg) sinken die Wasserstände immer weiter. Die Lage spitzt sich zu, weil es kaum regnet. Laut Deutschem Wetterdienst bleibt es voraussichtlich auch in den nächsten Wochen trocken. Zudem heizen die hohen Temperaturen das Wasser auf, was die Natur zusätzlich belastet.

Schon seit dem 25. Juni 2026 gibt es deshalb strenge Regeln für die Wasserentnahme. Wer eine Erlaubnis vom Landratsamt hat, um Wasser für die Lebensmittelproduktion in der Landwirtschaft oder im Gartenbau zu nutzen, muss jetzt kürzen. Sowohl die Menge pro Sekunde als auch die tägliche Gesamtmenge müssen um 50 Prozent reduziert werden.

Auch beim Gießen gibt es feste Zeiten: Die Beregnung und Bewässerung ist nur zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr morgens erlaubt. Eine Ausnahme gibt es nur für die Tröpfchenbewässerung. Sobald die Pegelstände zu niedrig werden oder unter zwei Drittel des mittleren Niedrigwasserabflusses fallen, muss die Wasserentnahme komplett gestoppt werden.

An vielen kleineren Gewässern ist dieser Punkt bereits erreicht. An der Schozach, dem Leinbach, der Elsenz, dem Hilsbach, dem Böllinger Bach und der Sulm gilt daher schon jetzt ein vollständiges Verbot, Wasser zu entnehmen. Nur die Zaber wird derzeit noch durch Wasser aus dem Stausee Ehmetsklinge gestützt, damit der Pegel dort nicht zu tief sinkt.

Nicht nur die Bäche, auch das Grundwasser macht Sorgen. In ganz Baden-Württemberg sinken die Stände. Über 40 Prozent der Messstellen zeigen Werte unter dem Normalbereich. An jedem fünften Messpunkt ist die Lage so schlecht wie selten zuvor in den letzten 30 Jahren.

Quelle: Ellhofen – zur Originalmeldung

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