Landkreis Heilbronn: Wasserentnahme-Verbot an vielen Bächen
In den Gewässern des Landkreises Heilbronn (Baden-Württemberg) wird das Wasser knapp. Die Lage spitzt sich weiter zu, weil es kaum regnet. Der Deutsche Wetterdienst sagt voraus, dass der Juli wahrscheinlich trocken bleibt. Zudem ist das Wasser in den Bächen ungewöhnlich warm, was die Natur zusätzlich belastet.
Schon seit dem 25. Juni gibt es strenge Regeln. Wer eine Erlaubnis vom Landratsamt hat, um Wasser für Lebensmittel in der Landwirtschaft oder im Gartenbau zu nutzen, muss die Menge halbieren. Das gilt sowohl für die Menge pro Sekunde als auch für die tägliche Gesamtmenge. Wer bewässert, darf dies nur zwischen 18 Uhr und 8 Uhr morgens tun. Eine Ausnahme gibt es nur für die Tröpfchenbewässerung.
An vielen kleineren Gewässern ist die Lage nun so kritisch, dass ein komplettes Verbot gilt. Das betrifft die Schozach, den Leinbach, die Elsenz, den Hilsbach, den Böllinger Bach und die Sulm. Dort sind die Wasserstände unter den erlaubten Schwellenwert gesunken. Nur die Zaber hält sich gerade noch, weil sie zusätzlich Wasser aus dem Stausee Ehmetsklinge bekommt.
Auch im Boden fehlt das Wasser. Die Grundwasserstände in Baden-Württemberg sind Mitte Juli unterdurchschnittlich. An mehr als 40 Prozent der Messstellen ist das Niveau niedrig. Bei jedem fünften Messpunkt ist die Lage sogar schlechter als in allen Juli-Monaten der letzten 30 Jahre.
Da in den nächsten Tagen kein nennenswerter Regen erwartet wird, wird sich die Situation vermutlich noch über die kommenden Wochen so fortsetzen.
Quelle: Löwenstein – zur Originalmeldung