Landkreis Harburg vermittelt 48 gerettete Rassekatzen
Anfang Juli kam es im Landkreis Harburg (Niedersachsen) zu einem massiven Einsatz für den Tierschutz. Das Veterinäramt befreite insgesamt 60 Katzen aus einer Haltung, die absolut nicht artgerecht war. Viele der Tiere waren verstört, ungepflegt und krank. Es handelte sich dabei vor allem um Rassekatzen, darunter Maine Coons, Britisch Kurzhaar, Britisch Langhaar und Exotic Shorthair.
Der Weg in die Freiheit war für einige Tiere leider zu weit. Zwei kleine Kitten starben trotz intensiver medizinischer Hilfe. Zehn andere Katzen konnten bereits an Halter übergeben werden, die vom Amt geprüft wurden. Jetzt sind die restlichen 48 Katzen bereit, in ein richtiges Zuhause zu ziehen.
Die Tiere wurden in den Tierheimen in Henstedt-Ulzburg, Großhansdorf und im Tierzentrum Neu Wulmstorf gesund gepflegt. Alle wurden kastriert, viele mussten sich eine Zahnbehandlung unterziehen. Da die meisten Katzen wohl nur zur Zucht genutzt wurden, wissen sie kaum, wie ein normales Leben mit Menschen funktioniert. Sie brauchen deshalb viel Liebe und vor allem Geduld.
Die ehemalige Besitzerin hat keine Chance auf eine Rückgabe. Das Veterinäramt des Landkreises Stade hat gegen die Person ein Verbot ausgesprochen, Tiere zu betreuen oder zu halten.
Wer eine der Katzen adoptieren möchte, muss mit einem Unkostenbeitrag von 250 Euro rechnen. Das Veterinäramt informiert Interessenten vorab über die Besonderheiten der Tiere. Bei manchen Katzen sind auch nach der Übernahme noch Arztbesuche nötig, die dann die neuen Besitzer übernehmen müssen.
Interessierte können Termine zum Kennenlernen direkt mit den Tierheimen in Neu Wulmstorf, Henstedt-Ulzburg oder Großhansdorf vereinbaren. Die endgültige Vermittlung läuft dann über das Veterinäramt des Landkreises Harburg.