Landkreis Harburg fordert Bau der A 39
In der Region zwischen Hamburg, Hannover und Berlin gibt es ein großes Problem: Hier klafft die größte Lücke im deutschen Autobahnnetz. Damit das endlich ein Ende hat, haben sich elf Landkreise und drei kreisfreie Städte zusammengetan. Sie haben einen gemeinsamen Brief an die Bundesminister Steffen Bilger und Lars Klingbeil geschrieben.
Der Landkreis Harburg (Niedersachsen) ist bei dieser Aktion mit dabei. Landrat Rainer Rempe sagt, dass die Region stark wächst und deshalb die neue Verbindung der A 39 dringend braucht. Die Autobahn soll die Erreichbarkeit verbessern und die anderen Straßen entlasten. Das würde nicht nur der Wirtschaft helfen, sondern vor allem den Pendlern und den Menschen in den Städten und Gemeinden.
Ein wichtiger Schritt ist bereits passiert: Das Bundesverwaltungsgericht hat am 8. Juli eine Klage gegen den 7. Bauabschnitt nördlich von Wolfsburg abgewiesen. Damit ist das Baurecht für diesen Bereich jetzt sicher. Die Politiker wollen diesen Moment nutzen und fordern, dass der Bund nun schnellstmöglich das Geld im Haushalt bereitstellt. Nur so kann die Autobahn GmbH die Arbeiten ausschreiben und mit dem Bau beginnen.
In dem Schreiben betonen die Unterzeichner, dass der Lückenschluss eine Aufgabe für ganz Deutschland sei. Es gehe nicht nur um Ostniedersachsen, sondern auch um die Anbindung des Hafens in Hamburg und die Entwicklung strukturschwacher Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Ob die Bundesregierung die Forderungen übernimmt und die Finanzierung für die Zukunftsachse A 39 tatsächlich freigibt, bleibt abzuwarten.