Landkreis Friesland ändert Regeln für Sperrmüllabfuhr
Im Landkreis Friesland (Niedersachsen) gibt es ab dem 1. August 2026 Änderungen bei der Sperrmüllabfuhr. Das Ziel des Landkreises ist es, die Fahrten besser zu bündeln und unnötige Kleinstabholungen zu vermeiden. Bisher haben einige Haushalte das Angebot zu oft genutzt – in manchen Fällen sogar fast jeden Monat. Zudem wurden oft nur einzelne kleine Teile angemeldet, was für die Organisation genauso viel Aufwand bedeutet wie bei großen Mengen.
Die Grundregel bleibt erst einmal gleich: Jeder Haushalt kann weiterhin zweimal im Jahr kostenlos Sperrmüll abholen lassen. Es gibt nun aber zwei wichtige Neuerungen. Erstens gibt es eine Mindestmenge von einem Kubikmeter pro Anmeldung. Wer weniger hat, sollte sich eventuell mit Nachbarn zusammenschließen, um die Menge zu erreichen.
Zweitens wird es teurer, wenn man häufiger bestellt. Ab der dritten Anmeldung in einem Kalenderjahr fällt eine Anfahrtsgebühr an. Diese kostet 52,55 Euro pro Auftrag.
Was genau zum Sperrmüll zählt, bleibt gleich: Es geht um große Dinge aus der Wohnungseinrichtung, die nicht in die normale Tonne passen. Elektrogeräte werden mitgenommen. Aber: Türen, Fenster, Parkett, Zäune oder Schuppen gehören nicht zum Sperrmüll. Auch Farben, Lacke und alte Medikamente dürfen nicht mitgegeben werden. Diese müssen zu den Entsorgungsanlagen oder zur mobilen Problemstoffsammlung gebracht werden.
Alternativ können die Bewohner ihren Sperrmüll auch selbst wegbringen. Zweimal im Jahr ist die Abgabe auf den Wertstoffhöfen bis zu einer Menge von zwei Kubikmetern kostenlos. Alles, was darüber hinausgeht, kostet extra nach den üblichen Pauschalen.
Wer mehr wissen will oder Fragen zur Entsorgung hat, findet alle Details unter www.friesland.de/abfall.