Landkreis Emmendingen will Sanierungen von Häusern beschleunigen
In Deutschland hinkt die Modernisierung von Gebäuden seit Jahrzehnten hinterher. Auch im Landkreis Emmendingen (Baden-Württemberg) betrifft das viele Immobilien: Etwa die Hälfte aller Gebäude ist sanierungsbedürftig. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssten eigentlich mindestens zwei Prozent der Häuser saniert werden. Aktuell sind es laut Schätzungen aber nur 0,67 Prozent. Das Problem ist oft, dass Modernisierungen zu viel Zeit und Geld kosten.
Jetzt will das Team Energie Zukunft (TEZ) im Landkreis mit dem „Sanierungssprint“ gegensteuern. Die Idee ist einfach: Anstatt dass erst ein Handwerker kommt und erst später der nächste, arbeiten eingespielte Teams Hand in Hand. Alles wird im Vorfeld genau geplant, damit die verschiedenen Gewerke gleichzeitig und abgestimmt anrücken können. Das soll den Prozess deutlich beschleunigen.
Um das Projekt zu starten, gab es bereits zwei Weiterbildungen für Fachleute aus der Energieberatung, der Architektur, dem Bauingenieurwesen und dem Handwerk. Diese Fachkräfte zeigten sich bei einer Informationsveranstaltung am 21. Mai 2025 positiv gegenüber dem neuen Konzept. Auch in Zukunft gibt es über das TEZ vergünstigte Weiterbildungen für Leute, die als Sanierungssprintkoordinatoren arbeiten wollen. So soll ein Netzwerk aus Experten in der Region entstehen, die Sanierungen aus einer Hand anbieten.
Auch Hauseigentümer kommen zum Zug. Im Oktober findet ein Info-Event statt. Dort können Besitzer von Gebäuden lernen, wie sie Zeit, Kosten und Aufwand bei einer Modernisierung senken können. Zudem gibt es die Möglichkeit, Fragen direkt an die Experten zu stellen.
Wer Fragen zum Sanierungssprint oder zu den Weiterbildungen hat, kann sich an die Fachberater Armin Bobsien und Anton Trenkle vom TEZ wenden. Erreichbar sind sie unter der Telefonnummer 07641 451-1131 oder per E-Mail an [email protected].