Landkreis Emmendingen bietet kostenlose Schulung für Demenz-Angehörige an
Die Pflege von Menschen mit Demenz ist eine enorme körperliche und psychische Belastung. Das liegt vor allem daran, dass die Krankheit über viele Jahre langsam fortschreitet. Aktuell werden zwei Drittel der Betroffenen immer noch von ihren Familien zu Hause versorgt. Um diese Menschen zu unterstützen, startet im Landkreis Emmendingen (Baden-Württemberg) die kostenlose Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“.
Die achtteilige Reihe bietet eine Mischung aus Fachinformationen, gegenseitigem Austausch und Reflexion. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man am besten mit Demenzkranken kommuniziert und wie man im täglichen Miteinander mit ihren Reaktionen umgeht. Zudem werden wichtige Themen wie der Krankheitsverlauf, die Pflege sowie Finanzierungsfragen besprochen. Ein wichtiges Ziel ist es, die Isolation der Pflegenden zu durchbrechen, da soziale Kontakte im Laufe der Zeit oft verloren gehen.
Die Schulung wird von Sabine Wensch-Christ vom Pflegestützpunkt des Landkreises und Sonja Pawellek, der kommunalen Inklusionsvermittlerin der Stadt Endingen, geleitet. Die Teilnehmer sollen lernen, die Reaktionen der Erkrankten besser zu verstehen und sicherer im Umgang mit ihnen zu werden. Gleichzeitig geht es darum, die eigene Lebensqualität zu erhalten und rechtzeitig Unterstützung anzunehmen.
Die Termine finden an acht Montagabenden vom 21. September bis zum 9. November 2026 statt. Die Treffen sind jeweils von 17 bis 19 Uhr im Quartierstreff in Denzlingen (Schwarzwaldstraße 1) geplant.
Die Teilnahme ist kostenlos, allerdings ist die Teilnehmerzahl auf maximal 16 Menschen begrenzt. Eine Anmeldung ist daher zwingend erforderlich. Interessierte können sich bei Nadine Schöpflin vom Pflegestützpunkt Emmendingen unter der Telefonnummer 07641 451 3096 oder per E-Mail anmelden.