Landkreis Dahme-Spreewald verbietet Wasserentnahmen aus Gewässern
Im Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) ist die Lage der Gewässer kritisch. In den letzten Wochen gab es kaum Regen, dafür war es sehr heiß. Das hat dazu geführt, dass in der Spree viel zu wenig Wasser fließt. Die Reserven in den Speichern sind fast leer.
Besonders schlimm ist es am Pegel Leibsch UP. Dort wird die nötige Mindestmenge an Wasser schon seit dem 24. Mai 2026 unterschritten. Am 17. August floss dort nur noch etwa 1,4 Kubikmeter pro Sekunde, eigentlich müssten es aber 4,5 sein. Deshalb hat der Landkreis nun eine offizielle Anordnung erlassen: Das Abpumpen von Wasser aus Oberflächengewässern ist vorübergehend verboten. Das gilt sowohl für Anlieger als auch für Leute mit einer wasserrechtlichen Erlaubnis.
Betroffen von dem Verbot sind die Gemeinden Märkische Heide und Heideblick sowie die Ämter Unterspreewald und Lieberose/Oberspreewald. Auch in den Städten Lübben und Luckau darf kein Wasser mehr entnommen werden.
Die Behörden warnen davor, sich vom ersten Anschein täuschen zu lassen. Im Spreewald sieht das Wasser oft noch normal aus, weil Wehre und Stauanlagen es zurückhalten. In Wahrheit sinken die Durchflüsse aber immer weiter. Das schadet der Natur und dem gesamten Wasserhaushalt.
Zwar wird für die 34. Kalenderwoche etwas mehr Regen und kühlere Temperaturen erwartet, doch das hilft nur kurzzeitig. Das Landesamt für Umwelt bewertet die Lage im Einzugsgebiet der Spree weiterhin als angespannt. Das Verbot soll helfen, die letzten Reserven zu schonen und den Fluss der Spree wieder zu stabilisieren.