Landkreis Börde übt Katastrophenschutz im großen Stil
In der Colbitz-Letzlinger Heide (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt) wurde es am 11. Juli laut. Auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in der Übungsstadt Schnöggersburg probten rund 650 Einsatzkräfte den Ernstfall. Das Szenario war heftig: Ein Flugzeug stürzte ab. Trümmerteile regneten auf die Stadt und das Umland nieder.
Das Chaos war groß. Die Retter mussten mehrere Autounfälle auf der Autobahn absichern und gleichzeitig Häuserbrände löschen. Gleichzeitig gab es in einer Industrieanlage ein Problem mit austretenden Schadstoffen. Die verschiedenen Teams mussten sich schnell abstimmen, damit die Hilfe koordiniert ankam.
Im Einsatz war ein riesiger Apparat. Neben dem Katastrophenschutzstab des Landkreises Börde waren Experten für Brandschutz, Logistik, Sanitäter und die Wasserrettung dabei. Auch die Bundeswehrfeuerwehr half mit. Sogar das Löschflugzeug „Hexe“ aus dem Landkreis Harz startete, und die Polizei sowie psychologische Betreuer waren vor Ort.
Landrat Martin Stichnoth lobte die Professionalität der Beteiligten. Solche Vollübungen seien wichtig, um die Abläufe zu prüfen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen zu verbessern. Die Bundeswehr stellte dafür die passenden Bedingungen in der Übungsstadt zur Verfügung.
Jetzt werden die Ergebnisse der Übung ausgewertet. Die Verantwortlichen wollen schauen, wo es noch hakt und wie man die Einsatzplanung für die Zukunft optimieren kann, um die Bevölkerung besser zu schützen.