Landkreis Böblingen: Alte Vapes gehören nicht in den Restmüll
Wer im Landkreis Böblingen (Baden-Württemberg) E-Zigaretten oder elektronische Tabakerhitzer nutzt, muss seine alten Geräte jetzt anders entsorgen. Seit dem 1. Juli gibt es eine neue Pflicht für alle Verkaufsstellen. Das bedeutet: Kioske, Tankstellen und andere Läden, die Vapes verkaufen, müssen die ausgedienten Geräte zurücknehmen.
Die Rückgabe ist für die Kunden kostenlos. Man muss dafür auch kein neues Produkt kaufen. Bisher mussten vor allem große Händler Elektro-Altgeräte annehmen. Jetzt gilt das Gesetz auch für die kleinen Läden. Wichtig ist nur, dass der Laden diese Geräte überhaupt verkauft.
Die Entsorgung ist aus Sicherheitsgründen wichtig. Vapes gehören auf keinen Fall in die Restmülltonne, egal ob es sich um Einweg-Modelle oder nachfüllbare Systeme handelt. In den Geräten stecken Lithium-Ionen-Batterien. Wenn diese im Müllwagen oder in der Anlage zerdrückt werden, können sie gefährliche Brände auslösen. Das gefährdet die Mitarbeiter und schädigt die Technik.
Neben dem Umweltschutz geht es auch um wertvolle Materialien. In den Vapes stecken Rohstoffe wie Lithium, Kobalt, Nickel, Kupfer, Edelstahl und Kunststoffe. Nur wenn die Geräte als Elektroschrott entsorgt werden, können diese Materialien recycelt werden.
Wer die Geräte nicht im Laden abgeben möchte, kann dies auch bei den Wertstoffhöfen des Abfallwirtschaftsbetriebs tun. Von den insgesamt 30 Höfen im Landkreis nehmen 16 Standorte Elektrogeräte mit fest eingebautem Akku an. Das sind dieselben Höfe, an denen man auch Kühlschränke oder Fernseher abgeben kann. Eine Liste der Standorte findet man unter www.awb-bb.de/wertstoffhoefe.
Weitere Informationen und Merkblätter gibt es zudem über die Stiftung elektro-altgeräte register unter www.e-schrott-entsorgen.org.