Landkreis Aichach-Friedberg: Gespräche über Bahn und Verkehr
In der vergangenen Woche besuchte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Ulrich Lange, den Landrat Dr. Marc Sturm im Landratsamt Aichach-Friedberg (Bayern). Lange ist bereits seit vielen Jahren Abgeordneter für den Nordteil des Landkreises im Bundestag. Seit letztem Jahr ist er zudem in seinem neuen Amt als Staatssekretär tätig. Es war das erste Mal, dass sich beide seit dem Amtsantritt von Landrat Sturm intensiver austauschten.
Ein großes Thema war der Ärger über die Deutsche Bahn. Besonders die Kommunikation der DB InfraGO wurde kritisiert. In den Sommerferien war die Strecke zwischen den Bahnhöfen Hochzoll und Dasing gesperrt worden. Die Informationen dazu seien miserabel gewesen. Ein positiver Punkt war hingegen der geplante Ausbau des Bahnhofs in Friedberg, den beide begrüßen.
Landrat Sturm machte deutlich, dass er sich Sorgen um die Fernverkehrsanbindung macht. Städte wie Augsburg und Ingolstadt dürften nicht abgehängt werden. Wenn das passiert, könnte das der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region schaden. Staatssekretär Lange versicherte dem Landrat, dass er die Interessen der Gegend im Blick behalte.
Auch um den Halbstundentakt zwischen Augsburg und Aichach ging es. Sturm setzt sich gemeinsam mit den Kommunen dafür ein, dass dieser Takt erhalten bleibt. Von Lange gab es dazu ein erstes positives Signal: Bis zum Fahrplan 2030/2031 sei dort erst einmal kein Einschnitt zu erwarten.
Ob die Zusagen langfristig halten und wie es konkret mit dem Ausbau der Bahnhöfe weitergeht, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.