Laer führt neue Bestattungsform mit Urnen-Erdröhren ein
Die Gemeinde Laer (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen) hat ihr Angebot auf dem kommunalen Friedhof erweitert. Seit dem 1. April 2026 können Bürgerinnen und Bürger dort sogenannte Urnen-Erdröhren nutzen. Diese Form der Bestattung soll den Wunsch nach einer naturnahen Ruhestätte mit einer gepflegten Anlage verbinden.
Bei einer Urnen-Erdröhre handelt es sich um ein Grab, das senkrecht in den Boden eingelassen wird. In eine solche Röhre passen bis zu zwei Urnen. Aus Gründen des Umweltschutzes dürfen dabei nur Urnen verwendet werden, die biologisch abbaubar sind. Damit das Grabfeld einheitlich aussieht, gibt es feste Vorgaben für die Beschriftung der Röhren.
Ein großer Vorteil für die Angehörigen ist, dass die Grabstätte pflegefrei ist. Der Friedhofsträger kümmert sich komplett um die Anlage. Die Familie muss sich also nicht um die Bepflanzung oder die Pflege kümmern. Das ist besonders für Menschen hilfreich, die nicht mehr im Ort wohnen oder die Arbeit am Grab reduzieren wollen.
Der Bereich wurde so gestaltet, dass er barrierefrei ist. Menschen mit Gehbehinderungen oder Rollstühlen kommen dort problemlos hin. Dank gespendeter Bäume ist die Atmosphäre ruhig und naturnah. Für Besucher und Trauernde gibt es zudem einen eigenen Bereich mit Sitzgelegenheiten, um in Ruhe zu verweilen.
Das Nutzungsrecht für eine Urnen-Erdröhre gilt für 25 Jahre. Wenn diese Zeit abgelaufen ist, kann man das Recht auf die Nutzung erneut erwerben.
Quelle: Laer – zur Originalmeldung