Künzelsau: Bergbahn wegen Hauptuntersuchung vorübergehend gesperrt
In Künzelsau (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg) kommt die Bergbahn bald für zwei Wochen zum Stillstand. Vom 10. August bis einschließlich 22. August 2026 findet die jährliche Hauptuntersuchung statt. Die Bahn muss in dieser Zeit komplett überprüft werden, bevor sie wieder für die Fahrgäste freigegeben wird.
In der ersten Woche der Wartung tauschen die Techniker ein Drehgestell aus. Danach folgen umfassende Prüfungen an der Mechanik, der Hydraulik und der Steuerung. Zum Abschluss müssen die Firma Rotec und das Regierungspräsidium Freiburg die Anlage offiziell abnehmen. Ab Sonntag, dem 23. August 2026, fährt die Bergbahn dann wieder nach dem normalen Fahrplan.
Damit die Menschen trotzdem mobil bleiben, gibt es einen Schienenersatzverkehr. Busse fahren zwischen der Talstation und der Haltestelle „Mac-Chagall-Straße“ in der Taläckerallee. Von Montag bis Samstag startet die erste Fahrt in Richtung Talstation um 6.15 Uhr, die letzte um 22.15 Uhr. In die Gegenrichtung geht es von 6.30 Uhr bis 22.30 Uhr. Die Busse verkehren alle 30 Minuten.
Am Sonntag gelten andere Zeiten: Die erste Fahrt Richtung Talstation startet um 9 Uhr, die letzte um 20 Uhr. In die Gegenrichtung fährt der Bus von 9.15 Uhr bis 20.15 Uhr, ebenfalls im 30-Minuten-Takt.
Kurz vor diesen Arbeiten stand die Bahn bereits im Rampenlicht der Fachwelt. Anfang Juli 2026 trafen sich knapp 50 Experten für Standseil- und Bergbahnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg in der Kreisstadt. Die Arbeitsgemeinschaft des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) nutzte den Besuch, um die Technik und den vollautomatischen Betrieb in Künzelsau zu begutachten. Die Fachleute lobten vor allem, dass die Bahn so fest in den öffentlichen Nahverkehr eingebunden ist und nicht nur für Touristen dient.
Quelle: Künzelsau – zur Originalmeldung