Kruft: Polizei nimmt manipulierte Roller sicher
Die Polizei in Andernach hat ihre Kontrollen ausgeweitet. Zuerst ging es in der Fußgängerzone um E-Scooter und Fahrräder, doch nun stehen Roller im Fokus. Der Grund dafür sind viele Beschwerden aus der Bevölkerung. Viele Menschen beschwerten sich darüber, dass Roller ohne Versicherung unterwegs sind und sich rücksichtslos im Straßenverkehr bewegen.
Deshalb waren vom 6. bis zum 10. August 2026 uniformierte und zivile Beamte im Einsatz. Sie konzentrierten sich vor allem auf die Ortsgemeinde Kruft (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz) und die umliegenden Dörfer. Die Polizisten prüften dort Kleinkrafträder und Roller der Klassen AM und A1. Dabei schauten sie genau auf die Technik, die Verkehrssicherheit und natürlich auf den Führerschein.
Die Bilanz der Kontrollen ist deutlich. Bei einem Kleinkraftrad waren die Änderungen so groß, dass die Betriebserlaubnis erloschen ist. In vier weiteren Fällen hatten die Fahrer ihre Roller manipuliert. Die Fahrzeuge waren so schnell, dass die Fahrer für diese Geschwindigkeit gar keinen gültigen Führerschein besaßen. Die Polizei hat diese vier Roller sichergestellt. Jetzt wird ein technisches Gutachten erstellt, um die genauen Änderungen festzustellen.
Die Polizei warnt vor solchen Umbauten. Schon kleine Änderungen an der Technik können das Fahrverhalten gefährlich verändern. Wer seinen Roller entdrosselt, macht aus einem einfachen Verstoß oft eine Straftat. Zudem ist eine Versicherung Pflicht. Wer ohne Versicherung fährt, muss bei einem Unfall alle Schäden aus eigener Tasche bezahlen, was schnell zu riesigen Schulden führen kann.
Gegen die Fahrer wurden nun Strafverfahren und Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Die Polizei hat angekündigt, dass sie die Kontrollen in der Region auch in Zukunft fortsetzen wird.
Ob und inwieweit sich die Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.