Kriminalität in Nabburg sinkt, aber Verkehrsunfälle steigen
In der Polizeinspektion Nabburg (Landkreis Schwandorf, Bayern) kam es am Montag, den 20. Juli 2026, zu einem wichtigen Treffen. Die stellvertretende Dienststellenleiterin KHKin Wittl und der Verkehrsexperte POK Bruckmeier luden die Bürgermeister aus dem Bereich ein. Unter ihnen waren die Vertreter aus Schwarzach bei Nabburg, Stulln und dem Markt Schwarzenfeld. Im Zentrum stand der Sicherheitsbericht für das Jahr 2025.
Die gute Nachricht zuerst: Die Kriminalität ist gesunken. Insgesamt wurden 885 Straftaten registriert. Das sind knapp 10 Prozent weniger als im Jahr davor. Vor allem Diebstähle und Gewaltverbrechen gingen zurück. Nur bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gab es einen Anstieg. Die Polizei vermutet, dass die Menschen heute sensibler reagieren und solche Taten häufiger anzeigen.
Die Polizei konnte etwa 65 Prozent der Fälle aufklären. Das liegt fast genau auf dem Niveau des bayernweiten Durchschnitts. Mit einer Häufigkeitszahl von 593 Straftaten pro 100.000 Einwohner liegt das Gebiet der Nabburger Polizei deutlich unter dem Wert des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Für die Anwohner bedeutet das: Es lässt sich in der Region nach wie vor sicher leben.
Weniger gut sieht es auf den Straßen aus. Im Jahr 2025 gab es 1.017 Verkehrsunfälle. Das ist ein Anstieg um fast 8 Prozent. Rechnerisch passierten im Gebiet jeden Tag knapp drei Unfälle. Bei 79 dieser Unfälle wurden Menschen verletzt. In einem Fall endete ein Unfall tödlich.
Ein großer Teil der Unfälle waren sogenannte Wildunfälle. In 511 Fällen prallten Fahrzeuge mit Wildtieren zusammen. Das macht mehr als die Hälfte aller Unfälle im Berichtsjahr aus.
Die Polizei betonte am Ende des Termins, wie wichtig die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist. Nur so lassen sich Kriminalität und Unfälle effektiv bekämpfen.