Kreis Viersen: Betrüger geben sich am Telefon als Polizei aus
Am Montag und Dienstag meldeten sich mehrere Menschen aus dem Raum Kempen und Grefrath (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) bei der Polizei. Sie waren Opfer von Betrugsversuchen geworden. Die Täter riefen die Leute an und gaben vor, Polizeibeamte oder andere Beamte vom Amt zu sein.
Die Geschichten der Betrüger waren unterschiedlich. In einigen Fällen behaupteten sie, Einbrecher gefasst zu haben. Um die Wertsachen der Angerufenen zu schützen, müssten sie angeblich Bargeld und Schmuck einsammeln. In anderen Anrufen hieß es, ein Familienmitglied sei schwer krank. Für ein lebenswichtiges Medikament, das viele zehntausend Euro kosten würde, sei sofort Geld nötig. Als Anzahlung wollten die Betrüger auch Schmuck nehmen.
Diesmal hatten die Maschen jedoch keinen Erfolg. Die Angerufenen durchschauten das Spiel. Sie stellten gezielte Fragen, holten Verwandte oder Bekannte dazu oder legten einfach auf.
Kriminalhauptkommissar Bernd Althoff von der Kriminalprävention in Viersen warnt nun öffentlich. Die Betrüger wüssten genau, wie sie ihre Opfer unter Druck setzen. Er rät dazu, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen. Die Polizei hole niemals Geld oder Schmuck ab. Auch Banken würden am Telefon niemals nach PIN- oder TAN-Nummern fragen.
Die Polizei bittet darum, besonders ältere Nachbarn, Bekannte und Verwandte über diese Tricks aufzuklären. Auf der Internetseite der Kriminalprävention gibt es zudem Infos und Warnschilder, die man innen an die Haustür hängen kann.
Die Ermittlungen dauern an.