Kreis Steinfurt verbietet Wasserentnahme aus Bächen und Seen
In den vergangenen Wochen hat es kaum geregnet und die Temperaturen waren sehr hoch. Das hat dazu geführt, dass die Wasserstände in vielen Bächen, Flüssen, Seen und Teichen im Kreis Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) gefährlich niedrig gesunken sind. Auch kurze Regenschauer in den letzten Tagen konnten die Lage nicht retten.
Die Kreisverwaltung hat deshalb eine Anordnung erlassen: Ab Dienstag, dem 14. Juli, ist es verboten, Wasser aus diesen Oberflächengewässern zu entnehmen. Das Verbot gilt vorerst bis zum 31. Oktober. Die Behörden wollen damit verhindern, dass Tiere und Pflanzen weiter leiden. In einigen Gewässern gibt es bereits zu wenig Sauerstoff. Der Kreis will so ein massenhaftes Fischsterben verhindern, wie es im Sommer 2025 schon passiert ist.
Das Verbot ist streng. Es spielt keine Rolle, ob man Eigentümer eines Grundstücks ist oder eine Erlaubnis hat. Es ist nicht nur verboten, große Mengen Wasser für die Landwirtschaft zu pumpen, sondern auch kleine Mengen für den eigenen Garten zu nehmen. Nur zwei Ausnahmen gibt es: Man darf Vieh tränken oder Wasser mit einem Eimer per Hand schöpfen.
Wer Wasser aus dem Boden pumpt, zum Beispiel über einen eigenen Brunnen, darf das weiterhin nach den gesetzlichen Regeln tun. Auch aus der Ems, dem Mittellandkanal und dem Dortmund-Ems-Kanal darf weiterhin Wasser entnommen werden, da hierfür die Bezirksregierung eigene Regeln aufgestellt hat.
Der Kreis Steinfurt wird kontrollieren, ob sich alle an das Verbot halten. Wer trotzdem Wasser entnimmt, muss mit hohen Strafen rechnen. Die Bußgelder können bis zu 50.000 Euro betragen.
Quelle: Lotte – zur Originalmeldung