Zum Inhalt springen
newssofort.de

Kreis Soest: Vertrauliche Spurensicherung jetzt in Lippstadt möglich

Copyright und Urheber siehe Warstein

Opfer sexualisierter Gewalt können Spuren jetzt auch ohne sofortige Anzeige sichern lassen. Das Klinikum Lippstadt bietet diesen Service erstmals im Kreis an.

Wer Opfer sexualisierter Gewalt wird, ist oft traumatisiert. Viele Betroffene schaffen es deshalb nicht, sofort nach der Tat zur Polizei zu gehen. Das Problem dabei: Ohne eine schnelle Spurensicherung ist es später oft unmöglich, die Täter vor Gericht zu überführen.

Seit Anfang Juni gibt es nun eine Lösung im Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen). Das Klinikum Lippstadt in der Wiedenbrücker Straße bietet eine sogenannte vertrauliche Spurensicherung an. Das bedeutet, dass Frauen Spuren in einem geschützten Rahmen sichern lassen können, ohne dass sie sofort eine Anzeige bei der Polizei aufgeben müssen. Die Beweise werden archiviert und sind gerichtsfest dokumentiert. So haben die Betroffenen Zeit, in Ruhe zu entscheiden, ob und wann sie den Fall melden wollen.

Die Ärzte und Ärztinnen der Gynäkologie im Klinikum haben extra Schulungen für diesen Bereich absolviert. Die Kosten für diese Leistung werden von den Krankenkassen übernommen, da dies seit 2020 gesetzlich so festgelegt ist.

Sylvia Lettmann, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Warstein, begrüßt das neue Angebot. Sie will nun dafür sorgen, dass möglichst viele Frauen davon erfahren. Informationen dazu sollen unter anderem über die Aktionen der „FreiZeitFrauen“ oder die Mitsing-Events „Starke Frauen – starke Stimmen“ verbreitet werden. Zudem gibt es kleine Flyer in Visitenkartengröße, die über die Möglichkeit informieren.

Die Kooperationsrunde für häusliche Gewalt und Kinderschutz im Kreis Soest unterstützt die Aufklärung, damit das Angebot im Ernstfall bekannt ist und genutzt wird.

Quelle: Warstein – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Warstein

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Kreis Soest

Alle ansehen