Kreis Soest: 33 Katzen aus vermüllter Wohnung gerettet
In der vergangenen Woche rückte der Veterinärdienst des Kreises Soest (Nordrhein-Westfalen) in eine Wohnung aus, die völlig verwahrlost war. Die Zustände dort waren so schlimm, dass die Beamten die Räume nur mit spezieller Schutzkleidung betreten konnten. In dem Müll fanden sie insgesamt 33 Katzen, darunter auch viele kleine Kätzchen.
Die Tiere waren in einem sehr schlechten Zustand. Alle hatten Flöhe und keine einzige Katze war kastriert. Die Tiere müssen nun medizinisch versorgt und gesund gepflegt werden, damit sie sich erholen können.
Laut der Leiterin des Veterinäramts, Dr. Martina Poppe, handelt es sich dabei um einen klassischen Fall von sogenanntem „Animal Hoarding“. Das ist ein Krankheitsbild. Dabei sammeln Menschen eine große Zahl an Tieren, können sie aber nicht mehr richtig versorgen. Am Ende leiden die Tiere unter den Zuständen.
Die Tierheime in Soest und Lippstadt haben die 33 Katzen aufgenommen. Für die Mitarbeiter dort ist die große Menge an Tieren auf einmal eine enorme Belastung. Die Tierheime halfen dem Amt auch tatkräftig dabei, die Katzen in der Wohnung einzufangen und unterzubringen.
Da solche Fälle mit vielen Tieren in kurzer Zeit häufiger vorkommen, bitten die Tierschutzvereine Soester Börde e.V. und der Tierschutzverein Lippstadt die Bevölkerung um Geldspenden. Das Geld wird dringend für das Futter und die teuren Tierarztkosten benötigt. Informationen zu den Heimen finden sich auf den Seiten www.tierheim-soest.de und www.tsv-lippstadt.de.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.