Kreis Siegen-Wittgenstein verbietet Wasserentnahme aus Bächen
In Siegen (Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen) und Umgebung ist es viel zu trocken. Die Temperaturen waren zeitweise sehr hoch und es hat kaum geregnet. Deshalb hat die Untere Wasserbehörde des Kreises jetzt ein striktes Verbot ausgesprochen: Ab dem 23. Juli 2026 darf niemand mehr Wasser aus Flüssen und Bächen entnehmen. Das gilt vor allem für Pumpen, Saugvorrichtungen oder große fahrbare Behälter.
Es gibt nur wenige Ausnahmen. Wer mit einem kleinen Handgefäß Wasser schöpft oder Vieh an den Gewässern tränkt, darf das weiterhin tun. Auch wer eine offizielle Genehmigung für die Wassernutzung hat, darf weiter pumpen – muss sich aber an die Regeln im Bescheid halten, wenn der Wasserstand sinkt. Das Verbot gilt vorerst bis zum 30. November 2026.
Die Lage ist ernst. Die Talsperren in der Region sind kaum gefüllt. Die Obernautalsperre ist nur noch zu 51 Prozent voll, die Breitenbachtalsperre zu 62 Prozent. Das setzt die Trinkwasserversorgung in der ganzen Region unter Druck. Zudem leiden die Fische und Pflanzen. Wenn jetzt noch mehr Wasser abgepumpt wird, sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser und die Temperatur steigt weiter. Das könnte die Natur in den Bächen massiv schädigen.
Die Behörden werden kontrollieren, ob sich alle an das Verbot halten. Werden Menschen dabei erwischt, wie sie illegal Wasser abpumpen, drohen saftige Strafen. Die Geldbußen können bis zu 50.000 Euro betragen. Für die Sieg selbst hatte die Bezirksregierung Arnsberg bereits Mitte Juli ein ähnliches Verbot erlassen.
Die Stadt und der Kreis bitten alle Bewohner, weiterhin sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen, um die letzten Reserven zu schonen.
Quelle: Siegen – zur Originalmeldung