Kreis Kleve lockt neue Ärzte in die Region
Im AOK-Haus in Kleve (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) ging es am 4. September um die medizinische Versorgung der Zukunft. Unter dem Motto „Medizinische Zukunft im Kreis Kleve – von Landarztquote bis Niederlassung“ luden die Verantwortlichen zu einer Informationsveranstaltung ein. Das Ziel ist klar: Es sollen mehr Haus- und Fachärzte für die Arbeit in der Region gewonnen werden, egal ob in Praxen oder Krankenhäusern.
Ein zentraler Punkt des Abends war die Vorstellung eines neuen Online-Medizinerportals. Die Plattform bündelt alle wichtigen Infos für diejenigen, die im Kreis Kleve arbeiten wollen. Das gilt für Medizinstudierende, die noch im Praktischen Jahr sind, aber auch für Assistenzärzte oder Leute, die bereits eine eigene Praxis eröffnen möchten. Auf der Seite finden sie Details zu Weiterbildungen, Beratungen und finanziellen Förderungen.
Landrat Christoph Gerwers zeigte sich überzeugt, dass die Region sowohl beruflich als auch privat attraktiv für Ärzte und deren Familien sei. Dr. Martina Scherbaum vom Fachbereich Gesundheit erklärte zudem die verschiedenen Fördermöglichkeiten. Weitere Fachvorträge hielten Prof. Dr. Volker Runde vom Katholischen Karl-Leisner-Klinikum, Christoph Starke von der Kassenärztlichen Vereinigung sowie der Assistenzarzt Ahmar Olimov, der selbst ein Stipendium erhält.
Das Ganze ist eine Teamleistung. Hinter dem Projekt steht ein Arbeitskreis, in dem die Kreisverwaltung mit verschiedenen Kliniken zusammenarbeitet. Dazu gehören das Katholische Karl-Leisner-Klinikum, das St. Clemens-Hospital Geldern, das St. Willibrord-Spital Emmerich und die LVR-Klinik Bedburg-Hau. Auch die Kassenärztliche Vereinigung und die AOK Rheinland/Hamburg sind mit dabei.
Nach den Vorträgen gab es bei einem Imbiss Zeit für persönliche Gespräche. An verschiedenen Ständen standen Experten der Kliniken, der AOK und der Kreisverwaltung bereit, um offene Fragen zu beantworten und direkt mit den Interessierten ins Gespräch zu kommen.