Kreis Euskirchen räumt mit Bioabfall-Mythen auf
Im Kreis Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) landet viel zu viel organischer Abfall in der grauen Tonne. Eine Analyse hat gezeigt, dass rund 36 Prozent des Restmülls eigentlich Bioabfall sind. Das ist ein Problem, denn nur wenn die Abfälle richtig getrennt werden, können sie sinnvoll verwertet werden.
Viele Menschen glauben immer noch an alte Mythen. Sie denken, dass gekochte Speisereste, Brot oder Zitrusfrüchte nicht in die Biotonne dürfen. Doch genau diese Dinge gehören dorthin. Nur Fleisch, Fisch und Wurst müssen weiterhin in den Restmüll. Ein wichtiger Punkt bleibt: Plastiktüten haben in der Biotonne nichts zu suchen, selbst wenn sie als kompostierbar verkauft werden.
Das Ziel ist klar: Aus dem Bioabfall soll im Kompostwerk Mechernich wertvoller Dünger werden. Dieser wird in der Landwirtschaft oder in privaten Gärten genutzt. Wer den fertigen Kompost selbst kaufen möchte, zahlt aktuell 12 Euro pro Kubikmeter.
Das richtige Trennen schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Wer Bioabfälle konsequent aussortiert, hat weniger Restmüll und kann so langfristig Gebühren sparen.
Ab Ende Februar 2026 will der Kreis die Bürger über Instagram und Facebook aufklären und nimmt an der bundesweiten Aktion „Bio zu Bio“ teil. Wer genau wissen will, was in welche Tonne kommt, kann die Sortierhilfe auf der Webseite des Kreises nutzen oder die Abfallberatung unter der Telefonnummer 02251 / 15-530 anrufen.
Quelle: Dahlem – zur Originalmeldung