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Krefeld wehrt Kritik an Sanierung der Berufskollegs ab

Die Stadt Krefeld kontert Vorwürfe der IHK und belegt mit Millionenbeträgen, dass sie massiv in die Modernisierung ihrer Berufskollegs investiert.

In Krefeld (Nordrhein-Westfalen) gibt es Streit um den Zustand der Berufskollegs. Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hatte kritisiert, dass die Stadt nicht genug Geld in die bauliche Ausstattung der Schulen stecke. Nun wehrt die Stadtverwaltung diese Vorwürfe entschieden zurück.

Die Stadt legt Zahlen vor, um die Kritik zu entkräften: Seit 2021 flossen rund 26,2 Millionen Euro in die vier Berufskollegs der Stadt, die insgesamt sechs Standorte betreiben. Den größten Teil davon, etwa 20,4 Millionen Euro, steckte das Zentrale Gebäudemanagement in die Gebäudeinfrastruktur. Dabei ging es vor allem darum, die Schulen baulich zu sanieren und energetisch zu modernisieren. Ein Beispiel ist das Berufskolleg Vera Beckers an der Girmesgath, dessen Fassadensanierung im Jahr 2023 fertiggestellt wurde.

Neben den Gebäuden wurde auch die Technik modernisiert. Rund 7,7 Millionen Euro flossen in die Digitalisierung. Weitere 5,8 Millionen Euro gab der Fachbereich Schule für die allgemeine Ausstattung aus. Stadtdirektor und Bildungsdezernent Markus Schön betont, dass Bildung in Krefeld Top-Priorität habe. Er rechnet vor, dass seit 2018 insgesamt eine Viertelmilliarde Euro in die Sanierung und Modernisierung aller Schulen geflossen sei. Zwischen 2017 und 2025 seien ähnlich hohe Summen in den laufenden Unterrichtsbetrieb, etwa für Lernmittel, investiert worden.

Ein aktuelles Highlight ist das neue Video- und Tonstudio am Berufskolleg Glockenspitz. Wenn dort das rote „On air“-Schild leuchtet, ist das Studio in Betrieb. Zudem war das Berufskolleg Uerdingen bereits vor sechs Jahren die erste Schule der Stadt, die an das Glasfasernetz angeschlossen wurde.

Aktuell geht es zudem um die Verteilung von Fördermitteln aus dem NRW-Infrastrukturgesetz. Von den 127 Millionen Euro sind etwa 44,5 Millionen für die Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur vorgesehen. Markus Schön weist darauf hin, dass darin die Erneuerung der Glockenspitzhalle mit rund 14,8 Millionen Euro noch gar nicht enthalten ist, da diese unter der Sportinfrastruktur läuft. Das Berufskolleg Glockenspitz werde aber trotzdem stark von dieser Maßnahme profitieren.

Die Politik hat die Vorlage zum NRW-Infrastrukturgesetz zwar bereits mehrheitlich beschlossen, doch auf Antrag der Politiker wird das Thema am 15. September in der nächsten Ratssitzung erneut beraten.

Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung

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