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Krefeld: Wald-Mode im Textilmuseum zu sehen

Eine junge Designerin zeigt im Deutschen Textilmuseum sechs besondere Kleider. Die Outfits sollen auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam machen.

Im Deutschen Textilmuseum in Krefeld (Nordrhein-Westfalen) gibt es Zuwachs in der Ausstellung „Sehnsucht Wald“. Die 27-jährige Lina-Sofie Marshall präsentiert dort nun ihre Kollektion „Between Roots and Crowns“. Es sind sechs Outfits, die sie für ihre Bachelor-Abschlussarbeit an der Hochschule Niederrhein entworfen hat.

Die Designerin hat in Mönchengladbach Design-Ingenieur Mode studiert. Für sie war die Mischung aus Technik und Kreativität genau das Richtige. Ein halbes Jahr lang hat sie an den Kleidern gearbeitet – von den ersten digitalen Entwürfen bis zum fertigen Produkt, das sie selbst geschneidert hat. Die Arbeiten waren so erfolgreich, dass sie bereits auf der Neo Fashion Week in Berlin auf einem Laufsteg präsentiert wurden.

In ihrer Kollektion geht es nicht nur um Mode, sondern um die Natur. Marshall möchte zeigen, wie schön, aber auch wie gefährdet der Wald durch den Klimawandel ist. Die Kleider erzählen eine Geschichte, die bei den Wurzeln beginnt und in den Baumkronen endet. Ein grünes Chiffonkleid steht für die volle Blätterpracht der Kronen, während ein Leinenkleid mit Brandspuren an trockene Wälder erinnert, die leicht Feuer fangen.

Besonders technisch ist das Kleid „Borkenkäfer“ gelöst. Hier wurde ein Lasercut-Verfahren genutzt, um das Muster der Fraßgänge direkt aus dem Stoff herauszubrennen. Den Abschluss bildet ein knallorangefarbenes Kleid namens „Pilzbefall“. Es stellt den Schwefelporling dar, einen Pilz, der das Holz eines Baumes zersetzt und ihn am Ende zerstört.

Die Ausstellung „Sehnsucht Wald“ läuft ungewöhnlich lange und endet erst am 27. Dezember. Wer Interesse hat, kann die Kleider bis dahin im Museum besichtigen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt kostenlos. Wer mehr wissen möchte oder eine Führung buchen will, findet alle Infos auf der Webseite des Museums unter www.deutschestextilmuseum.de.

Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung

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