Krefeld sucht neue ehrenamtliche Sprachlotsen
In Krefeld (Nordrhein-Westfalen) gibt es derzeit 61 Ehrenamtliche, die als Sprachlotsen arbeiten. Sie sprechen insgesamt 22 verschiedene Sprachen. Ihre Aufgabe ist es, Menschen, die neu in die Stadt gekommen sind und noch nicht gut Deutsch sprechen, zu helfen. Sie begleiten die Zuwanderer zu Ämtern, Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen und dolmetschen dort bei einfachen Gesprächen.
Das Kommunale Integrationszentrum (KI) sucht nun weitere Menschen, die diese Arbeit übernehmen wollen. Wer mitmachen möchte, muss eine Grundschulung besuchen und zwei Fortbildungen pro Jahr machen. Die Sprachlotsen müssen neutral bleiben und alles, was sie bei den Terminen hören, geheim halten. Die Helfer können Einsätze auch jederzeit ablehnen oder abbrechen, wenn sie nicht können oder wollen.
Für die Arbeit erhalten die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung, die vom Land NRW bezahlt wird. Außerdem gibt es regelmäßige Treffen, bei denen sie sich gegenseitig Tipps geben können.
Öffentliche Stellen wie Ämter oder Beratungsstellen können die Hilfe der Sprachlotsen kostenlos nutzen. Sie müssen dafür nur ein Online-Formular unter https://service.krefeld.de/sprachlotsenpool ausfüllen. Die Projektkoordinatorin Songül Ucar prüft dann, wer am besten passt und vermittelt die Helfer. Privatpersonen oder private Firmen können diesen Service nicht nutzen. Auch bei Gesprächen, die rechtliche Folgen haben, dürfen die Sprachlotsen nicht eingesetzt werden.
Interessierte können sich an Songül Ucar wenden. Sie ist unter der Telefonnummer 0 21 51 / 86 25 99 oder per E-Mail an [email protected] erreichbar.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung