Krefeld: Stadtmitarbeiter trainieren ihre Kollegen
In Krefeld (Nordrhein-Westfalen) läuft ein Projekt unter dem Motto „Mitarbeitende für Mitarbeitende“ sehr erfolgreich. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Stadt hat ein After-Work-Programm auf die Beine gestellt, bei dem die Mitarbeiter der Verwaltung nicht nur Sport treiben, sondern auch selbst als Trainer auftreten.
Jeden Dienstagabend zwischen 18.30 und 20 Uhr treffen sich die Kollegen in der Sporthalle des Hauses der Bildung. Das Angebot ist breit gefächert: Es gibt Volleyball mit Britta, Badminton mit Daniel oder Basketball mit Benjamin. Die Plätze sind begehrt und oft schnell ausgebucht. Damit auch Leute ohne festen Büroplatz, etwa aus den Kitas oder vom Ordnungsdienst, Bescheid wissen, läuft die Anmeldung über die interne App „Mika“.
Ein Beispiel für das Engagement ist Britta Fabian. Sie arbeitet eigentlich in der Verwaltung der Feuerwehr und des Zivilschutzes, leitet aber die Volleyball-Kurse sowie ein Training für Kraft und Beweglichkeit. Sie bringt dafür ihre Erfahrung als Übungsleiterin ein, die sie schon in der Schule erworben und später bei der Feuerwehr aufgefrischt hat.
Die Stadt kann die Kurse fast kostenlos anbieten, weil sie im Haus der Bildung eine feste Hallenzeit hat. Die Organisatorinnen Kerstin Beging und Gina Schulte betonen jedoch, dass es sich um Schnupperangebote handelt. Eine dauerhafte Betreuung gibt es nicht, da die Gesundheit am Ende in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen liegt.
Neben dem Sport geht es vor allem um den Zusammenhalt. In den Kursen treffen Menschen aus verschiedenen Fachbereichen aufeinander, die sich sonst vielleicht nur vom Telefon kennen. Das stärkt das Wir-Gefühl in der Verwaltung.
Auch in den Ferien, wenn die Sporthalle zu ist, geht es weiter. Dann finden die Aktionen draußen statt, zum Beispiel im Kaiser-Wilhelm-Park, am Elfrather See oder am Bleichpfad-Quartier. Für Yoga und Meditation stellt das Deutsche Textilmuseum Räume zur Verfügung. In Zukunft sollen zudem neue Angebote am Elfrather See für Basketball, Fußball und Laufen dazukommen.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung