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Krefeld: Großmarkt nach Sanierung wieder komplett offen

Die Bauarbeiten an der beliebten Einkaufs- und Ausgehmeile sind beendet. Die Stadt hat Millionen investiert, um den fast 100 Jahre alten Ort fit für die Zukunft zu machen.

In Krefeld (Nordrhein-Westfalen) verschwinden nun die letzten Absperrungen und Baustellenschilder vom Großmarkt. Nach einer langen Sanierungsphase ist das Areal wieder vollständig nutzbar. Das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt hat insgesamt rund sechs Millionen Euro in den Ort investiert.

Die Arbeiten waren nötig, weil der Zustand des Geländes lange Zeit vernachlässigt wurde. Es gab einen riesigen Instandhaltungsstau, viele leere Läden und unklare Mietverträge. Sogar Müll wurde illegal auf dem Gelände abgeladen. Die Stadt entschied sich jedoch gegen einen Verkauf an private Firmen und baute das Areal stattdessen selbst auf.

Im Boden passierte das meiste: Die uralten Abwasserkanäle waren marode und mussten ersetzt werden. Auch Gas- und Wasserleitungen wurden erneuert und ein modernes Glasfasernetz verlegt. Besonders wichtig ist ein neues System für Regenwasser. Es kann 600 Kubikmeter Wasser speichern, was theoretisch einem Starkregen entspricht, der statistisch nur alle 100 Jahre vorkommt. Damit soll das Gelände besser vor Überflutungen geschützt werden.

Auch bei den Mietern wurde aufgeräumt. Alte Verträge für reine Lagerflächen wurden gekündigt. Stattdessen setzt die Stadt nun auf eine Mischung aus Handel und Gastronomie. Das Ziel ist eine Vielfalt, bei der sich jeder wohlfühlt – vom Banker bis zum Punker. Aktuell sind fast alle Flächen vermietet. Nur ein letzter Stand ist noch frei; diesen wird bald ein vietnamesischer Betreiber mit einem Laden und Restaurant übernehmen.

Damit der Großmarkt sauber bleibt, gibt es neue Regeln für den Verkehr. Schranken und Poller verhindern, dass fremde Lastwagen dort parken. Die Gastronomie-Zeile ist jetzt verkehrsberuhigt, es gibt mehr Fahrradständer und neue Mülleimer. Ein Hausmeisterdienst sorgt zudem regelmäßig für Ordnung.

Die Mieter zeigen sich zufrieden, auch wenn die Bauzeit nervenkostete. Dirk Matura vom „Wine House“ plant nun einen rund 1.000 Quadratmeter großen Biergarten in Container-Optik. Dort sollen künftig DJs auflegen und Bands spielen, um vor allem junge Leute anzulocken. Auch andere Gastronomen wie Edon Maloku vom spanischen Restaurant „La Cañita“ oder Seyhan Hauenherm von „Olio Mediterraneo“ hoffen, dass der Ort nun wieder zu einem großen Treffpunkt wird. Ideen für zukünftige Festivals oder einen großen Weihnachtsmarkt auf der Fläche stehen bereits im Raum.

Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung

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