Krefeld: Ehrenamtliche Helfer feiern 20 Jahre Museums-Initiative
In den Kunstmuseen Krefeld (Nordrhein-Westfalen) gibt es eine Gruppe von Menschen, die aus voller Überzeugung und ohne Bezahlung mithelfen: die Museums Initiative Krefeld, kurz M.I.K. Die ehrenamtliche Truppe feiert nun ihr 20-jähriges Bestehen. Sie sind in drei Häusern im Einsatz: im Kaiser-Wilhelm-Museum, im Haus Lange und im Haus Esters.
Angefangen hat alles mit einer Idee von Adriane Siempelkamp. Sie wollte ein Vorbild aus Düsseldorf übernehmen und in Krefeld einen Kreis schaffen, der das Personal in den Museen organisatorisch entlastet. Das Ziel war und ist es, mehr Bürger für die Kunst zu begeistern. Zu Beginn waren es noch etwa 20 Menschen, heute sind es noch 13 Frauen und ein Mann. Viele sind über die Jahre aus Altersgründen ausgeschieden, aber der Kern der Gruppe ist seit langer Zeit dabei.
Die Aufgaben der Helfer haben sich über die zwei Jahrzehnte verändert. Früher halfen sie vor allem bei Workshops. Heute kümmern sie sich unter anderem um Pressegespräche, stellen Pressespiegel zusammen oder helfen in der Museumsbibliothek beim Katalogtausch mit anderen Häusern. Besonders wichtig sind sie bei großen Events wie dem „Kunst-Impuls“ oder auf der Kunstmesse „Art Düsseldorf“. Dort besetzen sie Infostände, begrüßen die Gäste und weisen sie den Weg zu den Führungen.
Die Arbeit ist aber nicht immer nur glamourös. Die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Sylvia Martin betont, dass die M.I.K. in fast allen Bereichen hilft. Dazu gehört auch die Arbeit, die die Besucher gar nicht sehen: nach Veranstaltungen aufzuräumen oder Geschirr zu spülen. Für die Mitglieder ist das selbstverständlich, da sie die Kunst lieben.
Einmal im Monat trifft sich die Gruppe, um die nächsten Termine zu planen. Dabei ist es egal, ob die Mitglieder noch voll berufstätig sind oder nicht. Die Wege in die Gruppe sind verschieden: Die eine kam über einen Zeitungsartikel, die andere brachte ihr Wissen aus einem Designstudium an der Fachhochschule Niederrhein mit ein. Neben der Arbeit besuchen sie gemeinsam andere Galerien und Museen.
Besondere Erlebnisse bleiben lange in Erinnerung. So erinnern sich die Helfer an das Jahr 2008, als der Fotograf Andreas Gursky ausstellte und über 50.000 Menschen in die Bauhausvillen strömten. Am letzten Tag der Schau stießen die Ehrenamtlichen gemeinsam mit dem Künstler in der Küche von Haus Esters mit Sekt an.
Quelle: Krefeld – zur Originalmeldung