Kranenburg: Zöllner finden Kokain in Pkw
Es war Mitternacht am 6. August 2026, als Zöllner des Hauptzollamts Duisburg einen Pkw auf der B504 hinter Kranenburg (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) anhielten. Der Wagen war in Richtung der Autobahn A57 unterwegs. Schon beim ersten Gespräch mit dem 27-jährigen Fahrer wurde es merkwürdig. Der Mann konnte nicht genau sagen, warum er unterwegs war. Erst behauptete er, seinen Bruder in Deutschland besuchen zu wollen, dann kam er aus Rotterdam und schließlich gab er an, aus Nimwegen zu kommen. Auf die Frage, ob er Drogen, Waffen oder viel Bargeld dabei habe, antwortete er mit Nein.
Die Beamten der Kontrolleinheit Verkehrswege Emmerich prüften dann die Daten des Autos. Dabei kam heraus, dass das Fahrzeug wegen technischer Mängel eigentlich ein Fahrverbot hatte. Als die Zöllner den Wagen durchsuchten, fanden sie im Fußraum eine Einkaufstüte. Darin lag ein Paket, das genau so verpackt war, wie es in der Drogenszene üblich ist.
Die Beamten nahmen den Mann sofort fest und belehrten ihn über seine Rechte. Ein Abschleppwagen brachte das Auto zur Dienststelle. Dort suchte ein Rauschgiftspürhund das Fahrzeug noch einmal gründlich ab, fand aber keine weiteren Drogen. Als die Beamten das Paket verwogen und prüften, kam die Wahrheit ans Licht: Es handelte sich um etwa ein Kilogramm Kokain.
Die Staatsanwaltschaft Kleve beantragte daraufhin einen Haftbefehl, den das Amtsgericht Kleve auch erlassen hat. Das Zollfahndungsamt Essen, Dienstsitz Kleve, ermittelt nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft weiter. Weitere Details können derzeit nicht bekannt gegeben werden. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.