Kornwestheim setzt auf neues Konzept für Integration
In Kornwestheim (Baden-Württemberg) leben etwa 38 Prozent der Menschen mit einem Migrationshintergrund. Die Stadt sieht darin eine Chance, will aber die Integration aktiv fördern. Dafür wurde ein spezielles Integrationskonzept entwickelt, das vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg unterstützt wird.
An der Ausarbeitung hat ein sogenannter Initiativkreis gearbeitet. Darin waren nicht nur Leute aus der Stadtverwaltung, sondern auch Künstler, Wissenschaftler und engagierte Bürger aus der Stadt dabei. Damit die Ideen aus dem Konzept nicht in der Schublade landen, soll eine neue Dialogplattform entstehen. Wer das Konzept schwarz auf weiß lesen möchte, kann es sich im Rathaus an der Bürgerinformation abholen oder als PDF herunterladen.
Ein wichtiger Meilenstein war die Konferenz „Gelebte Vielfalt in Kornwestheim“, die am 2. Dezember 2016 im Rathausfoyer stattfand. Dort haben viele Besucher darüber diskutiert, was bei der Integration gut läuft und wo es noch hakt. Passend dazu gibt es den Bildband „An(ge)kommen in Kornwestheim“. Darin stehen echte Geschichten von Menschen, die neu in die Stadt gezogen sind. Auch dieses Buch gibt es im Rathaus oder als Download.
Für die praktische Hilfe gibt es verschiedene Anlaufstellen. Die Migrationsberatung in Ludwigsburg in der Schlossstraße 9 hilft Erwachsenen und Familien zum Beispiel bei der Suche nach Deutschkursen, bei der Jobsuche oder beim Umgang mit Ämtern. Die Beratung ist montags, dienstags und donnerstags von 09:30 bis 12:00 Uhr sowie von 14:00 bis 17:00 Uhr und freitags von 09:30 bis 12:00 Uhr erreichbar.
Wer Deutsch lernen will, hat mehrere Möglichkeiten. In der Hermannstraße 12 gibt es jeden Donnerstag von 09:30 bis 11:30 Uhr einen kostenlosen Sprachtreff ohne Anmeldung. Weitere Kurse werden vom Griechischen Kulturverein in der Bahnhofstraße 85, der Sprachschule „Deutsch-richtig“ in Ludwigsburg, dem Pangea Bildungszentrum oder der Schiller-Volkshochschule angeboten.
Zusätzlich gibt es den „Runden Tisch Integration“, bei dem sich alle zwei Monate Experten und Ehrenamtliche austauschen. Auch der Ökumenische Arbeitskreis Asyl ist aktiv. Die Gruppe hilft Geflüchteten in Unterkünften, spielt mit Kindern oder repariert Fahrräder.