Konstanz: Fahrgastkatamaran prallt gegen Hafenmole
Es war kurz vor neun Uhr am Freitagmorgen, als es im Hafen von Konstanz (Baden-Württemberg) lautstark zur Sache ging. Ein Fahrgastkatamaran steuerte direkt auf die Außenmole zu und prallte frontal gegen die Mauer. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass zwölf Menschen an Bord verletzt wurden.
Die Feuerwehr Konstanz rückte sofort mit der Hauptwache, der Abteilung Altstadt und der Ölwehr aus. Auch die DLRG eilte zum Hafen. Da die Lage anfangs unklar war und viele Verletzte zu versorgen waren, riefen die Einsatzleiter schnell weitere Hilfe an. Sogar die Feuerwehren aus Friedrichshafen und Überlingen kamen mit ihren Lösch- und Mehrzweckbooten zur Unterstützung herbei. Die Situation war so ernst, dass der Kreisbrandmeister die sogenannte Außergewöhnliche Einsatzlage ausrief.
Die Rettung der Verletzten gestaltete sich schwierig. Weil der Wasserstand zu niedrig war, konnten die Boote der DLRG nicht direkt an den Katamaran heranfahren. Deshalb halfen die Mehrzweckboote der Feuerwehr. Die zwölf Verletzten wurden teilweise mit Booten und teilweise zu Fuß über die Mole zu den Rettungswagen gebracht. Ein Rettungshubschrauber landete ebenfalls am Einsatzort, um die Versorgung zu beschleunigen.
Glücklicherweise blieb das Schiff nach dem Zusammenstoß stabil vor der Hafenmauer liegen. Die Retter prüften sofort, ob Wasser ins Innere eingedrungen war oder Öl ins Seeufer floss. Beides war nicht der Fall, sodass keine Gefahr für die Umwelt bestand.
Neben den Feuerwehren waren auch die Notfallseelsorge, die Wasserschutzpolizei und die Landespolizei vor Ort, um den Betroffenen zu helfen und den Unfall aufzunehmen. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu der Kollision kommen konnte. Warum der Katamaran gegen die Mole gefahren ist, ist derzeit noch unklar.
Die Ermittlungen dauern an.