Kommunalpolitiker im Kreis Offenbach fordern mehr Geld
Die Chefs der dreizehn Städte und Gemeinden im Landkreis Offenbach haben sich am 20. und 21. August 2026 zu einer Klausurtagung in Heimbuchenthal (Bayern) getroffen. Dabei ging es vor allem um ein Thema: das Geld. Die Verantwortlichen machten deutlich, dass die Finanzen in den Kommunen knapp sind. Sie fordern von Bund und Land mehr Unterstützung, damit die Haushalte für 2027 überhaupt noch genehmigt werden können.
Die Politiker stehen geschlossen hinter der sogenannten Seligenstädter und Mainhäuser Erklärung. Konkret wollen sie, dass die Kommunen zehn Prozentpunkte mehr von der Einkommensteuer bekommen. Außerdem fordern sie, dass der Staat für die Kosten aufkommt, wenn er den Städten neue Aufgaben überträgt – vor allem bei der Kinderbetreuung und bei Sozialleistungen. Heusenstammer Bürgermeister Steffen Ball warnte, dass die Städte sonst Leistungen streichen müssten, die die Bürger eigentlich erwarten.
Neben dem Geld wurde über den Katastrophenschutz gesprochen. Kreisbrandinspektor Marco Bauer erklärte, dass die Anforderungen an die Gefahrenabwehr steigen. Die Kommunen brauchen dafür mehr Personal und besseres Material. Zudem wurde diskutiert, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Arbeit in den Ämtern einfacher machen kann. Vertreter der Telekom zeigten, wie KI Prozesse verschlanken kann, um die Mitarbeiter in den Rathäusern zu entlasten.
Für einen persönlichen Moment war ebenfalls Zeit: Michael Möser, der Erste Stadtrat aus Obertshausen (Landkreis Offenbach, Hessen), wurde geehrt. Er arbeitet seit zehn Jahren in seinem Amt und erhielt dafür eine Urkunde von Kreisvorsitzender Steffen Ball.
Wie es nun weitergeht, ist noch offen. Die Kommunalpolitiker wollen den Kontakt zu den Abgeordneten in Wiesbaden und Berlin halten, um ihre Forderungen weiter zu pushen.