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Köln: Zoll kontrolliert Gastronomie und Stadionpersonal

Das Hauptzollamt Köln hat eine große Razzia gegen Schwarzarbeit gestartet. Im Visier standen Imbissbuden und die Mitarbeiter beim Konzert der Toten Hosen.

Gestern Abend war der Zoll in Köln und Umgebung auf den Beinen. Insgesamt 75 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit suchten gezielt Gastronomiebetriebe auf. Sie besuchten 17 Gaststätten und Imbisse in Köln, im Raum Bonn und in Bergisch Gladbach. Dort kontrollierten sie 86 Menschen, die gerade arbeiteten.

Ein großer Teil des Einsatzes verlief im Kölner Stadion. Dort gaben die Toten Hosen ein Konzert. Die Zollbeamten prüften gemeinsam mit dem Ordnungsdienst und der Gewerbeabteilung der Stadt Köln das Personal. Sie schauten sich die Sicherheitsleute an den Einlässen und an der Bühne an. Auch die Leute an den Essensständen wurden kontrolliert. Insgesamt prüften die Beamten 107 Mitarbeiter von 27 verschiedenen Firmen.

Die erste Bilanz der Beamten fällt deutlich aus. Bei jedem fünften Beschäftigten im Stadion gibt es Hinweise auf Verstöße. Insgesamt wurden vier Menschen gefunden, die gar keine Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis hatten. Gegen diese Leute und ihre Chefs wurden sofort Ermittlungen eingeleitet.

Zudem gibt es viele Verdachtsfälle bei den Löhnen und Versicherungen. In elf Fällen scheint der Mindestlohn nicht gezahlt worden zu sein. Bei 34 Beschäftigten gibt es konkrete Anhaltspunkte, dass sie schwarz gearbeitet haben, weil sie nicht zur Sozialversicherung gemeldet waren. Bei vier weiteren Menschen vermutet der Zoll, dass sie zu Unrecht Sozialleistungen bezogen haben.

Die Beamten betonen jedoch, dass die Befragungen vor Ort erst der Anfang sind. Jetzt müssen die Angaben der Arbeiter genau geprüft werden. Um festzustellen, ob der Mindestlohn wirklich unterschritten wurde, muss der Zoll in die Lohn- und Finanzbücher der Firmen schauen.

Köln ist die bevölkerungsreichste Stadt in Nordrhein-Westfalen und die viertgrößte Deutschlands. In einer so großen Stadt gibt es viele Gastronomiebetriebe, in denen der Zoll immer wieder Verstöße vermutet.

Die Auswertungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an.

Quelle: Hauptzollamt Köln – zur Originalmeldung

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