Koblenz: Wildschweine verwüsten Gräber auf Hauptfriedhof
Wildschweine sorgen derzeit für Ärger auf dem Hauptfriedhof in Koblenz (Rheinland-Pfalz). Die Tiere wühlen auf der Suche nach Futter die Bepflanzungen und Grabflächen auf. Auch öffentliche Grünflächen sind betroffen. Die Friedhofsverwaltung bekommt immer wieder neue Meldungen über die Verwüstungen.
Um die Tiere fernzuhalten, prüft die Stadt regelmäßig die Zäune des Friedhofs. An den Haupteingängen hängen jetzt Schilder. Sie erinnern die Besucher daran, die Tore immer geschlossen zu halten, damit die Schweine nicht hineinkommen.
Ein Jagdaufseher hat sich die Lage vor Ort bereits angesehen. Er sieht dringenden Handlungsbedarf. Zusammen mit dem Ordnungsamt und der Jagdbehörde wird nun ein Plan entwickelt, wie man die Tiere vertreiben kann. Eine Genehmigung, einzelne Tiere abzuschießen, gibt es bereits. Der Jagdaufseher war deshalb schon auf dem Friedhof im Einsatz. Ein Abschuss gelang bisher aber nicht. Die Gräber stehen zu eng beieinander, sodass es keinen sicheren Schuss gab, obwohl die Tiere gesehen wurden.
Bis eine dauerhafte Lösung steht, gibt es einen Rat an die Angehörigen: In den betroffenen Bereichen sollte man möglichst nicht neu bepflanzen oder gießen. Wasser und frische Pflanzen locken die Wildschweine nämlich erst recht an. Die Stadt weiß, dass das für die Menschen, die ihre Gräber gepflegt wissen wollen, schwierig ist. In der aktuellen Lage gibt es laut Friedhofsverwaltung aber keinen anderen Rat.
Parallel dazu räumt die Stadt die beschädigten öffentlichen Grünflächen wieder auf. Ziel ist es, schnell eine wirksame Lösung gegen die Tiere zu finden.
Quelle: Koblenz – zur Originalmeldung