Koblenz plant Hitzeschutz und neue Buslinien
In Koblenz (Rheinland-Pfalz) hat der Stadtrat in seiner September-Sitzung über viele Themen entschieden. Einer der wichtigsten Punkte war der neue Hitzeaktionsplan. Die Stadt will die Bürger besser vor extremen Temperaturen schützen. Kurzfristig sollen Warnmeldungen an Kitas, Schulen und Pflegeheime gehen. Mittelfristig plant die Stadt eine eigene Website zum Thema Hitze. Langfristig sollen mehr Trinkwasserstellen (Refill-Netzwerk) entstehen und sogenannte Kühlbereiche in der Stadt markiert werden.
Auch beim öffentlichen Nahverkehr gibt es Neuigkeiten. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 ändern sich die Linien 13, 19 und 29. Damit soll vor allem die Anbindung an die Festung Ehrenbreitstein verbessert werden. Zudem dürfen Busse der Kategorie 1 nun bis zu zwölf statt bisher zehn Jahre alt werden, bevor sie ausgemustert werden.
Um die Innenstadt attraktiver zu machen, gab es eine Expertenanhörung. Neun Fachleute diskutierten darüber, wie Handel, Gastronomie und Kultur im Jahr 2040 in der Stadt funktionieren können. Die Ergebnisse sollen in die weitere Planung einfließen.
Beim Thema Natur gab es Streit um die Baumschutzsatzung. Ein Bürgerbegehren fordert, dass die Aufhebung dieser Satzung rückgängig gemacht wird. Der Stadtrat hat nun festgestellt, dass dieses Begehren rechtlich zulässig ist. Wie es nun weitergeht, wird in den nächsten Monaten entschieden.
Im Baubereich gibt es unterschiedliche Nachrichten. Am Rauentaler Moselbogen sollen rund 90 neue Wohnungen entstehen. Auch ein neues Bildungshaus mit Wohnapartments ist geplant. In Metternich hingegen scheitert ein Projekt: Zwei geplante Studentenwohnheime mit 40 Einheiten wurden abgelehnt. Die Stadt sieht das Vorhaben nicht im Einklang mit der städtebaulichen Entwicklung.
Zusätzlich steigen die Kosten für die Nutzung der Rhein-Mosel-Halle. Da die Ausgaben für Energie, Personal und Sicherheit stark gestiegen sind, hat der Stadtrat eine Erhöhung der Raummieten beschlossen.
Einige Themen konnten nicht besprochen werden, da die Sitzung nach 22 Uhr endete. Das Projekt „Demokratie leben!“ und sechs Anträge der Fraktionen werden daher in der nächsten Sitzung behandelt.
Weitere Details zu den Beschlüssen sind über das Bürgerinformationssystem der Stadt abrufbar.
Quelle: Koblenz – zur Originalmeldung