Koblenz: Moselbad nutzt Solarstrom aus neuen Riesenspeichern
Am 30. Juli 2026 wurde im Koblenzer Moselbad (Rheinland-Pfalz) eine neue Technik offiziell in Betrieb genommen. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsminister Michael Ebling und Oberbürgermeister David Langner feierte die Stadt die Inbetriebnahme von zwei Hochleistungsspeichern. Diese sorgen dafür, dass der Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage nicht mehr verschwendet wird.
Die Geschichte begann bereits Anfang 2026, als die Firma Wi SOLAR BAU die Überdachung der Parkplätze fertigstellte. Auf diesen Dächern befinden sich Solarmodule auf einer Fläche von rund 1.790 Quadratmetern. Im April 2026 kamen dann die Speicher des Typs Tesvolt Forton hinzu. Diese Batterien fangen den Strom auf, wenn die Sonne stark scheint, und geben ihn wieder ab, wenn es dunkel ist oder die Sonne nicht scheint.
Das Ziel ist es, dass das Bad zu 100 Prozent den eigenen Solarstrom verbraucht. Die Energie wird für die Beleuchtung, die Heizung, die IT-Geräte oder zum Laden an den sechs neuen E-Parkplätzen genutzt. Die Anlage bringt pro Jahr etwa 370.000 Kilowattstunden Strom und spart rund 173 Tonnen CO₂ ein. Die Speicher selbst haben eine Kapazität von 184 Kilowattstunden und eine Spitzenleistung von 92 Kilowatt.
Finanziert wurde das Pilotprojekt mit einer Million Euro aus einem Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz (KIPKI). Durch die Speicher wird das Bad unabhängiger von den schwankenden Strompreisen vom Netzbetreiber. Zusammen mit Erd- und Luftwärme sowie einem Blockheizkraftwerk soll so der Betrieb der Becken und Saunen dauerhaft günstiger und klimafreundlicher werden.
Ob das Projekt als Vorbild für weitere öffentliche Gebäude in der Stadt dient, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Koblenz – zur Originalmeldung