Koblenz ehrt Künstlerin Lotte Meurer mit eigenem Platz
Zwischen dem Münzplatz und dem Altenhof in Koblenz (Rheinland-Pfalz) gibt es nun den Lotte-Meurer-Platz. Der Stadtrat hatte bereits im November 2025 beschlossen, der Künstlerin diese Fläche zu widmen. Kürzlich wurde das offizielle Schild enthüllt.
Bei der Feier waren Michael Heisser vom Amt für Stadtvermessung und Bodenmanagement sowie Fritz Naumann dabei, der die Idee für den Platz mit vorangetrieben hatte. Außerdem kamen Vertreter aus der Politik, Leute von der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ und der Weissergasser Kirmesgesellschaft. Viele der Gäste kannten Lotte Meurer noch persönlich.
Meurer wurde 1938 in Neuendorf geboren. Sie lernte das Handwerk der Keramik in Höhr-Grenzhausen. In Koblenz war sie über Jahrzehnte präsent: Zuerst eröffnete sie 1970 ein Atelier in der Jesuitengasse. Später zog sie für 25 Jahre in die Firmungsstraße und arbeitete schließlich ab 2002 in der Gemüsegasse. Die Künstlerin malte mit der linken Hand. Bekannt wurde sie vor allem für ihre Blumenbilder und nostalgische Motive vom Rhein und der Stadt, die sie oft in hellen Pastellfarben gestaltete.
Die Idee für den eigenen Platz entstand rund um ihren 20. Todestag. Lotte Meurer starb im Jahr 2004 kurz vor ihrem 66. Geburtstag. Damit soll ihr Andenken in der Stadt dauerhaft sichtbar bleiben. Es ist nicht die einzige Spur ihrer Arbeit in der Altstadt: Im Gebrüder-Dommermuth-Weg gibt es ein Wandgemälde von ihr. In der Gemüsegasse erinnert zudem ein kleiner Pinsel mit einer Tafel an die Malerin.
Fritz Naumann beschrieb Meurer als eine lebenslustige und agile Frau. Er betonte, dass die Ehrung in der Altstadt verdient sei, da sie dort gerne gelebt und gearbeitet habe.
Quelle: Koblenz – zur Originalmeldung