Klassik-Café in Haldern findet neuen Ort
Das Klassik-Café in Haldern (Stadt Rees, Nordrhein-Westfalen) hat eine neue Heimat gefunden. Nachdem die Veranstaltung früher in Haus Aspel und später im Skulpturenpark in Rees stattfand, wird sie nun rund um die evangelische Kirche in Haldern gefeiert. Heiner Frost, der künstlerische Leiter der Reihe „reeserviert“, zieht eine positive Bilanz und spricht von einem Erfolg.
Besonders den Musikern gefällt der neue Ort. Der Klang in der Kirche sei viel intensiver als auf einer offenen Bühne im Freien. Allerdings gab es ein Problem: Die Musik blieb weitgehend im Gebäude und war draußen kaum zu hören. Frost überlegt deshalb, für das nächste Jahr eine Übertragung nach draußen zu organisieren. Ob das klappt, hängt jedoch vom Geld ab, da eine solche Technik Kosten verursacht.
Der Wechsel nach Haldern hatte auch finanzielle Gründe. Die Stadt Rees ist Co-Veranstalter der Konzertreihe, hat aber wegen der schwierigen Haushaltslage kaum Geld übrig. Für eine eigene Konzertbühne im Skulpturenpark waren keine Mittel da. In Haldern kommt man ohne separate Bühne aus. Jörn Franken von der Stadt Rees bestätigte den Sparzwang, betonte aber, dass man so auch die Ortsteile stärker in den Fokus rücke.
Für die Zukunft gibt es bereits Pläne, um die Einnahmen zu steigern. Der Kammerchor Haldern verkauft bei den Terminen Kaffee und Kuchen, um Geld für neue Noten zu sammeln. Da die Besucher derzeit oft nur in der Kirche bleiben, sinken die Verkäufe. Deshalb soll das Programm im nächsten Jahr lockerer gestaltet werden. Es wird längere Kaffeepausen geben und die Veranstaltung soll voraussichtlich eine halbe Stunde früher beginnen.
Wenn es klappt, wird das Gelände um die kleine evangelische Kirche dauerhaft die neue Adresse für das Klassik-Café.
Quelle: Rees – zur Originalmeldung