Kirchberg an der Iller: Neue Pläne für Holzverarbeitung in Sinningen
In Kirchberg an der Iller (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg) soll ein lokales Unternehmen wachsen. Der Gemeinderat hat beschlossen, einen Bebauungsplan für die Firma Schnurr Holzverpackungen im Ortsteil Sinningen aufzustellen. Auf einer Fläche von rund 1,9 Hektar soll der Betrieb erweitert werden. Ziel ist es, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.
Doch bei der gemeinsamen Sitzung am 21. Juli 2026 gab es Streit über die Details. Ein Bürger zeigte sich entsetzt über den ersten Entwurf. Er kritisierte, dass laut Plan bis zu 80 Prozent der Fläche bebaut werden könnten. Das widerspreche früheren Absprachen zu der Größe und Höhe der Hallen. Die Vorsitzende erklärte daraufhin, dass es sich erst um einen ersten Entwurf handelt, der noch nicht eins zu eins so umgesetzt werden muss.
Neben der Bebauung gibt es ein Problem mit den Wegen. Durch die Erweiterung fällt der Weg „Im Anger“ weg. Dieser dient aktuell als Rettungszufahrt für den benachbarten Badesee. Deshalb muss im Zuge der Planung ein Ersatzweg geschaffen werden. Zudem will die Gemeinde prüfen, wie man Lärm und Abgase so regelt, dass die Anwohner nicht gestört werden. Die Kosten für die Planung übernimmt die Firma selbst.
Der Gemeinderat hat den Vorentwurf zwar beschlossen, aber mit einer wichtigen Bedingung: Der Plan muss erst noch einmal mit den ursprünglichen Vorstellungen abgeglichen werden. Bevor der Entwurf endgültig genehmigt wird, müssen der Ortschaftsrat und der Gemeinderat erneut darüber beraten.
An anderen Stellen gab es ebenfalls Entscheidungen. In der Hauptstraße 18 soll ein Wohnhaus weichen. Stattdessen sollen dort zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 22 bis 24 Wohnungen entstehen. Die Gemeinde hat hierfür ihr Einverständnis gegeben.
Ein weiterer wichtiger Termin steht an: Am 28. Juli 2026 wird Petra Greiner offiziell als Bürgermeisterin ins Amt eingesetzt.
Ob die Kritik der Bürger zu konkreten Änderungen am Bebauungsplan führt, wird die kommende Beratung zeigen. Die Öffentlichkeit wird kurz darauf des Verfahrens beteiligt.