Kierspe warnt vor hoher Waldbrandgefahr
In Kierspe (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) bleibt die Gefahr von Bränden in Wäldern und auf Feldern auch in den nächsten Tagen hoch. Zwar sinken die Temperaturen etwas und es gibt kurze Schauer, doch das reicht nicht aus. Damit die Gefahr sinkt, müsste es länger und dauerhafter regnen. Solche Niederschläge sind aber auch über das Wochenende hinaus nicht in Sicht.
Besonders gefährlich ist die aktuelle Erntezeit für Getreide. Die trockenen Halme und der Staub bei der Ernte brennen leicht. Wenn es dort brennt, breitet sich das Feuer durch den Wind sehr schnell aus. Auch die Böden im Wald und die Pflanzen dort sind sehr trocken und gefährdet. In einigen Bereichen ist das Risiko sogar in tieferen Bodenschichten wie in Mooren oder Humusschichten höher als sonst, weil die Bodenfeuchte so gering ist.
Die Feuerwehr Kierspe warnt deshalb vor offenem Feuer, zum Beispiel beim Grillen. Das ist vor allem wegen des teilweise starken Windes in der Region riskant. Zigaretten dürfen nicht glimmend in die Natur geworfen werden. Das Rauchen und Feuer im Wald ist grundsätzlich verboten. Auch im eigenen Garten ist Vorsicht geboten: Feuerschalen und Feuertonnen können durch Funkenflug Brände auslösen. Wer Unkraut abflämmt, riskiert ebenfalls, dass das Feuer außer Kontrolle gerät.
Auch beim Parken mit Fahrzeugen oder beim Einsatz von Maschinen ist Vorsicht nötig. Heiße Abgasanlagen dürfen nicht auf trockenem, hohem Bewuchs abgestellt werden. Zudem können hohe Temperaturen und viel Staub dazu führen, dass Motoren überhitzen.
Ein wichtiger Appell betrifft die Zufahrten: Waldwege und Einmündungen zu Forstwegen dürfen nicht mit Autos zugestellt werden. Diese Wege werden von den Rettern als Rettungswege genutzt. Außerdem behindern parkende Autos die Landwirte. Man soll stattdessen die offiziellen Parkflächen nutzen.
Wer eine Rauchentwicklung oder ein Feuer bemerkt, soll sofort die 112 anrufen.
Quelle: Kierspe – zur Originalmeldung