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Kierspe: Vom Hufschmied zum Formel-1-Zulieferer

Copyright und Urheber siehe Märkischer Kreis

Die Firma Karnebogen hat eine beeindruckende Entwicklung hinter sich. Landrat Ralf Schwarzkopf besuchte den Betrieb in Kierspe, um zu sehen, wie aus einer kleinen Schmiede ein High-Tech-Unternehmen wurde.

Was im Jahr 1923 in Kierspe (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) ganz bescheiden begann, ist heute ein hochspezialisierter Betrieb. Damals beschlug die kleine Schmiede noch Pferde. Heute ist die Karnebogen GmbH ein Experte für die präzise Bearbeitung von Metall. Landrat Ralf Schwarzkopf und Marcel Krings von der GWS besuchten das Familienunternehmen, um mit der Geschäftsführung über die Zukunft und die Märkte zu sprechen.

Das Unternehmen wird mittlerweile in vierter Generation von den Geschwistern Mark Fuchs und Melina Siefer-Fuchs geführt. Gemeinsam mit dem Experten Tobias Gelzhäuser zeigten sie den Besuchern, wie die Produktion heute abläuft. Die Firma hat sich über die Jahrzehnte immer wieder neu erfunden. Nach den Anfängen als Hufschmiede folgten Produkte für den Bergbau. In den 1960er-Jahren kamen dann eigene Bohrkronen wie der „Karbo-Igel“ auf den Markt, für die das Unternehmen sogar Patente erhielt.

Heute fertigt Karnebogen Teile für die Luftfahrt, den Maschinenbau und sogar für die Formel 1. Besonders stark ist die Firma bei kleinen und mittleren Serien, die technisch sehr anspruchsvoll sind. Ein neues Standbein ist die Herstellung von Waffenläufen für die Jagd und den Sportschießen. Hierfür nutzt der Betrieb das sogenannte „ECM Rifling“, womit Läufe in verschiedenen Längen und Formen gefertigt werden können, ohne das Material zu beschädigen.

Der Betrieb ist klein, aber fein. Aktuell arbeiten dort elf Leute. Weil das Geschäft läuft, will die Geschäftsleitung aufstocken und sucht zwei neue Mitarbeiter. Gesucht werden Fachkräfte wie Schlosser, Dreher, Fräser oder Experten für Maschinenbau.

Landrat Schwarzkopf lobte die Mischung aus Tradition und modernem Know-how. Er betonte, dass viele Firmen im Kreis genau so erfolgreich seien: fest in der Region verwurzelt, aber immer auf der Suche nach neuen Chancen.

Quelle: Märkischer Kreis – zur Originalmeldung

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